PSYCHE

Heft 09/10 / September 2011

Wie wir wurden, was wir sind – Subjektwerdung im Schnittpunkt von neuer Entwicklungsforschung und Psychoanalyse

Das könnte Sie interessieren

Neurose und Erleuchtung

Anfängergeist in Zen und Psychoanalyse. Ein Dialog

Flucht vor dem Selbstsein

Über das Niederreißen von Grenzen und das Verlangen nach Einssein

Das kluge Unbewusste

Denken mit Gefühl und Intuition
Diese Ausgabe erwerben
Printausgabe vergriffen, Artikel als PDF erhältlich, siehe unten
Peter Fonagy, Patrick Luyten

Die entwicklungspsychologischen Wurzeln der Borderline-Persönlichkeitsstörung in Kindheit und Adoleszenz: Ein Forschungsbericht unter dem Blickwinkel der Mentalisierungstheorie

« zurück zum Inhalt

Zusammenfassung:

In diesem Beitrag formulieren die Autoren eine auf neuesten Daten beruhende Aktualisierung ihres theoretischen Verständnisses der Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS). Sie stellen ein ihrer Ansicht nach kohärentes und klinisch relevantes Modell der Erkrankung vor. Zunächst erläutern sie das empirische Material, das für die wesentlichen Merkmale der BPS relevant ist. Sie gehen auch auf aktuelle diagnostische Kontroversen ein, denn sie besitzen wichtige Implikationen für die entwicklungspsychologischen Theorien der BPS. Sodann berichten sie über Studien, die die entwicklungspsychologischen Wurzeln der BPS in den ersten Lebensjahren untersucht haben; dabei konzentrieren sie sich vorrangig auf die Bedeutung früher Bindungserfahrungen und die Entwicklung des Mentalisierens bei normaler und gestörter Entwicklung und bringen dies mit neu gewonnenen Informationen über die zugrundeliegenden neuronalen und neurobiologischen Prozesse in Verbindung. Ein weiterer Themenschwerpunkt sind die auftauchende Sexualität und das Mentalisieren in der Adoleszenz; in diesem Zusammenhang erläutern sie auch Aggressions-, Neid- und Eifersuchtsgefühle in Beziehungen und den Stellenwert, der ihnen für die BPS zukommt. Sie beschließen den Beitrag mit einer Darlegung der Implikationen, die ihre Sichtweise für die Behandlung von Patienten mit BPS besitzt.

Summary:

The roots of borderline personality disorder in childhood and adolescence: A review of evidence from the standpoint of a mentalization based approach. – This paper presents an update, based on recently accumulated data, of the authors theoretical views regarding the nature of borderline personality disorder (BPD). They propose what they hope is a coherent, clinically relevant model of the condition. First, they review empirical evidence concerning the core features of BPD. They also discuss current diagnostic controversies associated with BPD, as these have important implications for developmental theories of BPD. Next, they review research concerning the developmental roots of BPD in infancy, focusing on the role of early attachment experiences and the development of mentalizing in both normal and disrupted development. They connect this to new information about the underlying neural and neurobiological processes involved. They add to this a focus on the emergence of sexuality and mentalizing in adolescence, which will also encompass a discussion of (relational) aggression, envy and jealousy, and their role in BPD. They close this paper with a discussion of the implications of this approach for the treatment of BPD.

Résumé:

Les racines de développement psychologique du trouble borderline de la personnalité dans l’enfance et l’adolescence. Un rapport de recherche sous l’angle de la théorie de la mentalisation. – Les auteurs actualisent leur compréhension théorique du TPB sur la base des données les plus récentes. Ils mettent en débat des données signifiantes pour l’apparition de difficultés de mentalisation dans le contexte de liens d’attachement infantiles disruptifs dont ils décrivent les fondements neuronaux et neurobiologiques. Les auteurs soutiennent que ces vulnérabilités se manifestent en général à l’adolescence, lorsque de toute manière le contrôle du moi sur la réactivité affective est faible et lorsque la mentalisation, en raison des changements de développement normatifs et suite à la sexualité pubertaire et l’agression naissantes, est soumise à pression. L’article se termine par une discussion des implications de cette approche pour le traitement du trouble borderline de la personnalité.

PSYCHE Jahrgang 65, Heft 09/10, September 2011
broschiert
ISSN: 0033-2623

Autoren in dieser Ausgabe

Werner Bohleber, Robert N. Emde, Wolfgang Mertens, Stein Bråten, György Gergely, Zsolt Unoka, Peter Fonagy, Patrick Luyten, Kai von Klitzing, Stephanie Stadelmann, Helena J. V. Rutherford, Linda C. Mayes, Marianne Leuzinger-Bohleber, Nicole Pfenning-Meerkötter, Tamara Fischmann, Katrin Luise Läzer, Angelika Wolff, Jonathan Green,


Unser Service für Sie

Zahlungsmethoden
PayPal (nicht Abos),
Kreditkarte,
Rechnung
weitere Infos

PayPal

Versandkostenfreie Lieferung
nach D, A, CH

in D, A, CH inkl. MwSt.
 
weitere Infos

Social Media
Besuchen Sie uns bei


www.klett-cotta.de/im-netz
Facebook Twitter YouTube
Newsletter-Abo

Klett-Cotta-Verlag

J. G. Cotta’sche Buchhandlung
Nachfolger GmbH
Rotebühlstrasse 77
70178 Stuttgart
info@klett-cotta.de