Trauma & Gewalt

Heft 01 / Februar 2015

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Johann Caspar Rüegg

Traumagedächtnis und Optogenetik – Licht ins Dunkel des Unbewussten

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Zusammenfassung:

Bei traumatischen Erfahrungen wird die Angst (als Emotion) im Mandelkern (Amygdala) gespeichert, der Kontext jedoch, in dem das negative Ereignis stattfindet, im Hippocampus. Aktuelle optogenetische Studien an gentechnisch manipulierten, furchtkonditionierten Mäusen zeigen, dass die traumatischen Gedächtnisspuren im Gehirn (Engramme) durch Licht reaktiviert werden können und dabei – beim Erinnern – wieder labil werden. Kurz, die Engramme »dekonsolidieren«. Dank dieser temporären neuronalen Plastizität lassen sich während der »Rekonsolidierung« die Erinnerungen an (zum Beispiel) den Kontext eines Traumas durch neues Lernen nachweisbar verändern bzw. aktualisieren, sozusagen überschreiben, ja sogar verfälschen (»false memories«, s. Ramirez et al., 2013), zumindest bei Mäusen. Laut Schiller (2010) kann ein reaktiviertes Furchtgedächtnis aber auch bei traumatisierten Patienten durch »Überschreiben der Gedächtnisspur« mit neuen (positiven) Informationen verändert, aktualisiert und sogar »gelöscht« werden.

Summary:

Fear memories are stored unconsciously in the brain, predominantly in the temporal lobe and more specifically in defined neurons (so-called neuronal assemblies) of the amygdala and in the hippocampal region. Optogenetics is a powerful tool in influencing the activity of these neurons with light. In recent preclinical studies, neuroscientists have used this new technique to retrieve and even alter traumatic memories. Optogenetic stimulation of contextual hippocampal memory has proved capable of reactivating fear memory recalls. But due to the neuronal plasticity of the engrams retrieved (»deconsolidation«), it can also be used to »erase« or update fear memory traces and indeed to create a »false« memory (Ramirez et al. 2013). The use of memory update mechanisms during the reconsolidation of engrams has made it possible to extinguish and even prevent the return of fear in traumatised humans (Schiller at al. 2010, 2013). Cooperation between psychologists, clinicians and neuroscientists can be expected to enhance the understanding of trauma and improve the treatment of trauma patients.

Résumé:

Trauma & Gewalt Jahrgang 09, Heft 01, Februar 2015
broschiert
ISSN: 1863-7167

Autoren in dieser Ausgabe

Wolfgang U. Eckart, Jörg M. Fegert, Marc Schmid, Célia Steinlin, Claudia Dölitzsch, Sophia Fischer, Janine Lüdtke, Jörg M. Fegert, Marc Schmid, Célia Steinlin, Claudia Dölitzsch, Sophia Fischer, Jörg M. Fegert, Marc Schmid, Célia Steinlin, Marc Schmid, Birgit Lang, Alexander Urtz, Johann Caspar Rüegg,


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