Trauma & Gewalt

Heft 02 / Mai 2013

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Gaudencia Mutema

Ruandische Narrative über Genozid und Trauma . Eine feministisch-befreiungspsychologische Annäherung

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Zusammenfassung:

Der vorliegende Artikel zeigt die ambivalenten Gefühle auf, die ruandische Flüchtlinge empfinden können, wenn sie sich aufgefordert sehen, das kollektive Trauma von 1994, den im Genozid und der Vertreibung von Millionen Ruandern gipfelnden Konflikt, zu erinnern und darüber zu sprechen. Als ethnographisch arbeitende Wissenschaftlerin sah ich mich vor die ethisch und methodologisch herausfordernde Aufgabe gestellt, Interviews zu sensiblen Themen wie jenem Genozid und den damit verbundenen traumatischen Folgen zu führen. Für einige der befragten Ruander bedeutete das Erzählen der eigenen Geschichte von Krieg, Gewalt und Blutvergießen eine schmerzhafte und leidvolle Erfahrung, etwas, das sie lieber vermieden hätten. Anderen hingegen bot es die Gelegenheit, erstmals in eigenen Worten ihre Vergangenheit zu schildern. Der feministisch-befreiungspsychologische Ansatz bietet die Möglichkeit, das hier beschriebene Dilemma zu überwinden, indem es den Befragten und ihrer als traumatisch erlebten Geschichte eine Stimme verleiht und dabei ihre ganz persönlichen Bewältigungsstrategien aufzeigt.

Summary:

This paper presents the ambivalence, for Rwandan refugees, of remembering and talking about trauma resulting from the conflict that culminated in the 1994 genocide and the subsequent displacement of millions of Rwandans. For some Rwandans, being asked to remember and retell their personal stories about war, violence and bloodshed was a painful and distressing experience, that was, at best, to be avoided. For other Rwandans, however, retelling their personal memories was welcomed as an opportunity to talk about the past in their own terms, not as they have been talked about. For me as an ethnographic researcher, conducting interviews on a sensitive topic relating to post-war and genocide trauma presented ethical and methodological challenges about the potential harm of research on respondents and about power relational differences between the researcher and the researched. Using a feminist liberation psychology approach, I argue that not only are these apparent research dilemmas overcome; respondents are able to express through the medium of research, trauma as they experienced it or witnessed it and to inform about strategies they themselves have devised to survive.

Résumé:

Trauma & Gewalt Jahrgang 07, Heft 02, Mai 2013
broschiert
ISSN: 1863-7167

Autoren in dieser Ausgabe

Christian Sachse, Martin Sack, Ruth Ebbinghaus, Philipp Mützel, Karsten Laudien, Claudia Kittel, Friederike Wapler, Gaudencia Mutema, Ruth Ebbinghaus,


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