Trauma & Gewalt

Heft 02 / Mai 2016

Begutachtung psychisch reaktiver Traumafolgen

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Ruth Ebbinghaus, Karl-Heinz Biesold, Doris Denis, Guido Flatten, Ferdinand Haenel, Peter Liebermann

Erfüllt psychische Folter das Eingangskriterium der Posttraumatischen Belastungsstörung? . Probleme in der Begutachtungspraxis am Beispiel politisch Verfolgter der ehemaligen SBZ/DDR

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Zusammenfassung:

In den Klassifikationssystemen ICD-10 und DSM-IV-TR, die der Kausalitätsbegutachtung im Sozialen Entschädigungsrecht bisher zugrunde gelegt werden, ist die psychische Folter oder Misshandlung im Eingangskriterium (A1), das eine notwendige Voraussetzung für die Diagnose einer PTBS darstellt, bisher nicht enthalten, sondern liegt die Betonung hier auf körperlicher Bedrohung oder Misshandlung. Unter Berufung darauf lehnen zunehmend einige Ämter, Richter und Gutachter Entschädigungsansprüche ehemals politisch Verfolgter der DDR ab, wenn diese über Haftbedingungen mit psychischen, aber ohne körperliche Misshandlungen berichten. Der folgende Artikel macht deutlich, warum aus Sicht der Autoren/rinnen diese bisherige Einschränkung des Traumbegriffes nicht gerechtfertigt scheint und die Bedrohung und Verletzung der seelischen Integrität ebenfalls ausreichend die Definition eines existentiellen Traumas erfüllen, so dass sie in die Ereigniskriterien der Klassifikationssysteme für die Diagnose einer PTBS mit aufgenommen und explizit als weiteres Beispiel dort aufgeführt werden sollten.

Summary:

Does Mental Torture Fulfil the Initial Criterion for Posttraumatic Stress Disorder? – Problems in assessment practice as exemplified by victims of political persecution in the Soviet-Occupied Zone/German Democratic Republic (GDR)
In the ICD-10 and DSM-IV-TR classification systems hitherto underlying causality assessment in German Social Compensation Law, the initial criterion (A1), which is the necessary precondition for PTSD diagnosis, makes no mention of mental torture or abuse. The emphasis lies on physical threat or maltreatment. Given this state of affairs, there is an increasing tendency for some authorities, judges and assessors to reject compensation claims made by former victims of political persecution in the German Democratic Republic if these latter report imprisonment conditions involving mental cruelty but no physical abuse. This article indicates why the authors believe (a) that this narrowing of the concept of trauma is unjustified, (b) that threats to and impairment of psychic integrity are fully in line with the definition of an existential trauma, and (c) that, accordingly, mental torture and the impairment of psychic integrity should be included in the event criteria of the above classification systems for PTSD diagnosis and explicitly listed there as a further instance.

Résumé:

Trauma & Gewalt Jahrgang 10, Heft 02, Mai 2016
broschiert
ISSN: 1863-7167

Autoren in dieser Ausgabe

Wolfgang U. Eckart, Guido Flatten, Peter Liebermann, Ruth Ebbinghaus, Ferdinand Haenel, Doris Denis, Karl-Heinz Biesold, Guido Flatten, Ruth Ebbinghaus, Doris Denis, Ruth Ebbinghaus, Ferdinand Haenel, Doris Denis, Guido Flatten, Peter Liebermann, Ruth Ebbinghaus, Ferdinand Haenel, Doris Denis, Karl-Heinz Biesold, Laura Bebra Saupe, Frank Neuner, Julia Möllerherm, Stefan Tschöke, Maria-Luisa Steib, Carmen Uhlmann, Tilman Steinert, Angelika Treibel,


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