Trauma & Gewalt

Heft 02 / Mai 2019

Organisierte und Rituelle Gewalt

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Thorsten Becker, Martin Kühn

Rituelle Gewalt – eine Herausforderung für die Traumapädagogik?

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Zusammenfassung:

Rituelle Gewalt1 als systematisch angewendete multiple Gewalt führt zu weitreichenden Folgen für die Opfer. Die Auswirkungen von Mind Control, sich daraus ergebenden Traumafolgen mit einer Vielzahl komorbider Diagnosen und insbesondere vielfältigen Triggerungen sind ein wesentlich bestimmender Teil der Lebenswelt von Überlebenden. Betroffene benötigen daher ein breites Spektrum an Hilfen. Eine für diese Klientel qualitativ und quantitativ unzureichende klinische und ambulant-psychotherapeutische Versorgung zwingt die Opfer zur Suche nach anderen Hilfeangeboten. Hier laufen in der Folge insbesondere psychosoziale Traumaarbeit und/oder Versorgung Gefahr, als »Lückenbüßer« missverstanden und reduziert zu werden, obwohl sie einen erheblichen Teil der Unterstützung im Kanon professioneller Hilfeleistungen ausmachen. Allerdings erfahren auch professionelle traumapädagogische Konzepte, wie z. B. die »Pädagogik des Sicheren Ortes«, durch die Massivität der mit Ritueller Gewalt verbundenen Teilhabeeinschränkungen eine Herausforderung ob ihrer Wirksamkeit im Kontext einer Multiproblem-Klientel. Zentrale Fragen von interdisziplinärer Vernetzung und Kooperation, psychosozialen Arbeitsansätzen und damit verbundenen Datenschutzproblemen erfordern zudem neue Sichtweisen auf einen wichtigen Beitrag traumapädagogischen Handelns, die in diesem Artikel angeregt und zur Diskussion gestellt werden sollen.

Summary:

Ritual Abuse/Ritual Violence – a challenge for trauma-informed education?
Ritual violence/ritual abuse, as violence that is used repeatedly and systematically, has far-reaching consequences for victims. The effects of mind control and the resulting trauma, accompanied by a multitude of comorbid diag­noses, and, in particular, multiple triggers, are a central and defining part of the survivors’ lives. Those affected therefore need a broad spectrum of forms of assistance. Clinical and outpatient psychotherapeutic services that are qualitatively and quantitatively inadequate for these individuals force victims to look for other sources of help. As a result, psychosocial trauma work and/or care in particular run the risk of being misunderstood and reduced to a mere »stopgap,« even though they make up a considerable part of the support included in the canon of professional assistance. However, even professional trauma-informed concepts such as the »safe space teaching approach« also face challenges regarding their effectiveness for clients with multiple problems, due to the massive scale of the restrictions on participation associated with ritual violence. Central issues associated with interdisciplinary networking and collaboration, psychosocial work approaches and associated data protection issues also require new perspectives on an important contribution to trauma-informed activity, which will be suggested and discussed in this article.

Résumé:

Trauma & Gewalt Jahrgang 13, Heft 02, Mai 2019
broschiert
ISSN: 1863-7167

Autoren in dieser Ausgabe

Silke Birgitta Gahleitner, Wolfgang U. Eckart, Claudia Igney, Susanne Nick, Hertha Richter-Appelt, Peer Briken, Johanna Schröder, Claudia Fliß, Martin Kühn, Thorsten Becker, Silke Birgitta Gahleitner, Claudia Igney, Anna-Konstantina Richter,


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