Trauma & Gewalt

Heft 03 / August 2009

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Printausgabe vergriffen, Artikel als PDF erhältlich, siehe unten
Günter H. Seidler

Phantom Gewaltlosigkeit . Gefahren und Grenzen einer Illusion

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Zusammenfassung:

Gegenwärtig ist zunehmend eine Ächtung von lediglich auf Vernichtung zielender Gewalt zu beobachten. Zur Rechtfertigung von Gewaltanwendungen werden immer nachdrücklicher ethisch legitimierende Begründungen eingefordert, wobei dazu auch das Argument der Verhinderung noch schlimmerer Gewalt gehören kann. In der vorliegenden Arbeit wird dieser Prozess auf der Grundlage mehrerer Thesen erläutert. Dabei wird auch die Genese der Psychotraumatologie als Ausdruck dieses Prozesses diskutiert. Insbesondere wird die Ächtung von Gewalt in den umfassenderen Rahmen eines Prozesses gestellt, in dem unter der Wirkung eines Ideals von Reinheit und Widerspruchslosigkeit alles »Andere«, Fremde und Störende eliminiert wird. Diese Elimination ist mit Gewalt verbunden. So wird aufgezeigt, dass die Moderne, in Verfolgung ihres Zieles ihrer immanenten Logik folgend, fortwährend neue Gewalt hervorbringt. Als ein mögliches »Antidot« gegen diese »Falle« wird eine Erweiterung der Alteritätstoleranz diskutiert.

Summary:

At present we can observe an increasing tendency to condemn out of hand any use of force/violence aimed solely at destruction. The call for ethical reasons justifying the use of force is becoming more urgent. One such justification may be that it prevents even greater violence.
The article discusses this process with reference to a number of theses. The author also enlarges on the genesis of psychotraumatology as an expression of this development. Centrally, the outlawing of force/violence is placed in the broader context of a process in which an ideal of purity and non-contradiction is operative in producing a frame of mind requiring the elimination of everything that is »other,« alien, or potentially disruptive. But this elimination process is itself bound up with violence. The central conclusion is that modernity obeys its own immanent logic in the pursuit of its aims and as a result constantly engenders new violence.
Increased tolerance toward alterity is discussed as a potential antidote to this »trap.«

Résumé:

Trauma & Gewalt Jahrgang 03, Heft 03, August 2009
broschiert
ISSN: 1863-7167

Autoren in dieser Ausgabe

Günter H. Seidler, Wolfgang U. Eckart, Günter H. Seidler, Evelin Witruk, Konrad Reschke, Marcus Stueck, Rolf Manz, Jan Hetmeier, Katrin Päßler, Sabine Laskus, Viola Erckens, Heike Arndt, Diana Boden, Hedwig Sombroek, Martin Sack, Daniel Gerlach, Ulrike Kulinna, Colette Jansen Estermann, Michael Huth, Stefan Orlob, Klaus Peter Philipp, Britta Bockholdt, Joachim Vogt, Jörg Leonhardt, Klaus Schlagmann,


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