Trauma & Gewalt

Heft 03 / August 2009

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Printausgabe vergriffen, Artikel als PDF erhältlich, siehe unten
Hedwig Sombroek

Innere Kollaborateure, Saboteure und Zerstörer . Die Psychodynamik des frühen Traumas aus der Innenperspektive des Opfers

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Zusammenfassung:

Für früh traumatisierte Menschen ist die Dissoziation ein lebensrettendes Selbsthilfemanöver. Beim Trauma eines Kindes kommt es zur Abtrennung sowohl ängstlicher als auch aggressiver Persönlichkeitsteile. Diese treten jeweils in eine charakteristische Beziehung zum Angreifer. Während der ängstliche Kindteil sich kollaborierend mit dem Täter arrangiert, identifiziert sich der aggressive Kindteil mit dem Aggressor. Bei anhaltender traumatogener Atmosphäre verdichten sich die ängstlichen und aggressiven kindlichen Erfahrungen psychodynamisch zu traumaspezifischen Ego-States, nämlich dem »Inneren Kollaborateur« (ängstlich beflissenes Verhalten/hilfloses Opferskript), dem »Inneren Zerstörer« (vernichtende Wut als Täterintrojekt und Täterskript) und dem »Inneren Saboteur« (autoaggressive Selbsthemmung/rebellisches Opferskript). Die imaginative Strategie der Systematischen Symbolisierung ermöglicht es, über die personifizierten Persönlichkeitsteile sowohl das Trauma schonend aufzudecken als auch die traumabedingten Verhaltens- und Beziehungsmuster der Alltagsperson aufzuklären und umzustrukturieren.

Summary:

For individuals affected by early trauma, dissociation is a life-saving self-help maneuver. A traumatized child will split off both anxious and aggressive parts of the personality. These will then enter into different characteristic relations with the assailant. Whereas the anxious child-part seeks a collaborative relation with the perpetrator, the aggressive child-part will identify with the aggressor. In a sustained traumatogenic atmosphere the child’s anxious and aggressive experiences will gel psychodynamically into trauma-specific ego states: the »internal collaborator« (anxious cooperative behavior/helpless-victim script), the »internal destroyer« (destructive rage as perpetrator introject and perpetrator script), and the »internal saboteur« (auto-aggressive self-inhibition/rebellious-victim script). The imaginative strategy of systematic symbolization focuses on these »personified« components of the personality both to gently expose the trauma and to elucidate and restructure the individual’s trauma-related behavior and relationship patterns.

Résumé:

Trauma & Gewalt Jahrgang 03, Heft 03, August 2009
broschiert
ISSN: 1863-7167

Autoren in dieser Ausgabe

Günter H. Seidler, Wolfgang U. Eckart, Günter H. Seidler, Evelin Witruk, Konrad Reschke, Marcus Stueck, Rolf Manz, Jan Hetmeier, Katrin Päßler, Sabine Laskus, Viola Erckens, Heike Arndt, Diana Boden, Hedwig Sombroek, Martin Sack, Daniel Gerlach, Ulrike Kulinna, Colette Jansen Estermann, Michael Huth, Stefan Orlob, Klaus Peter Philipp, Britta Bockholdt, Joachim Vogt, Jörg Leonhardt, Klaus Schlagmann,


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