Trauma & Gewalt

Heft 03 / August 2009

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Printausgabe vergriffen, Artikel als PDF erhältlich, siehe unten
Britta Bockholdt, Michael Huth, Klaus Peter Philipp, Stefan Orlob

Patrizid mittels eines Samuraischwertes

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Zusammenfassung:

Die Tötung eines Elternteils durch sein eigenes Kind ist ein seltenes Ereignis. In der Literatur wird zwischen jugendlichen bzw. heranwachsenden und erwachsenen Tätern unterschieden. Während bei den jugendlichen Tätern in der Regel ein langjähriger Missbrauch als Hauptursache für die Tat gesehen wird, bestehen bei den erwachsenen Tätern meist psychiatrische Erkrankungen, am häufigsten Schizophrenien und affektive Störungen. Wir berichten über einen 24-Jährigen, der seinen Vater mit einem Samuraischwert tötete. Bei dem Täter wurden eine Borderline-Persönlichkeitsstörung und eine Polytoxikomanie festgestellt. Außerdem bestand eine langjährige, vor allem seelisch-moralische Misshandlung des Sohnes durch seinen Vater. Nach einer umfassenden Falldarstellung werden die wesentlichen tatursächlichen Faktoren diskutiert. Dieser Fall zeigt, dass bei der Behandlung psychisch kranker Patienten ein besonderes Augenmerk auf bestehende intrafamiliäre Konflikte gelegt werden sollte, um gegebenenfalls primärpräventive Maßnahmen zu ergreifen.

Summary:

Patricide and matricide are rare. The literature distinguishes between adolescent and adult offenders. The main motive for adolescents is generally considered to be year-long abuse, while adult perpetrators usually have some kind of psychiatric disorder, most frequently schizophrenia or affective disturbances. This article reports the case of a 24-year-old man who killed his father with a Samurai sword. The perpetrator was diagnosed as suffering from a borderline personality disorder and polytoxicomania. In addition, he had been exposed to mental cruelty and moral duress from his father for many years. After a detailed description of the case, the article discusses the essential factors leading to the deed. The case demonstrates that in the course of treatment for mentally disturbed individuals special attention must be paid to intrafamilial conflicts, so that primary preventive measures can be taken where indicated.

Résumé:

Trauma & Gewalt Jahrgang 03, Heft 03, August 2009
broschiert
ISSN: 1863-7167

Autoren in dieser Ausgabe

Günter H. Seidler, Wolfgang U. Eckart, Günter H. Seidler, Evelin Witruk, Konrad Reschke, Marcus Stueck, Rolf Manz, Jan Hetmeier, Katrin Päßler, Sabine Laskus, Viola Erckens, Heike Arndt, Diana Boden, Hedwig Sombroek, Martin Sack, Daniel Gerlach, Ulrike Kulinna, Colette Jansen Estermann, Michael Huth, Stefan Orlob, Klaus Peter Philipp, Britta Bockholdt, Joachim Vogt, Jörg Leonhardt, Klaus Schlagmann,


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