Trauma & Gewalt

Heft 03 / August 2016

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Printausgabe vergriffen, Artikel als PDF erhältlich, siehe unten
Dina Weindl, Brigitte Lueger-Schuster

Spuren auf der Seele . Subjektiv wahrgenommene Auswirkungen institutioneller Gewalt in Einrichtungen der katholischen Kirche

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Zusammenfassung:

In den letzten Jahren kam es zu einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit den Auswirkungen von erlebter Institutioneller Gewalt (IG), unter anderem in Einrichtungen der katholischen Kirche. Die Auswirkungen reichen weit über psychopathologische Symptome hinaus und stellen für die Betroffenen oftmals eine schwerwiegende Einschränkung in ihrer Lebensführung dar. 46 Betroffene werden zu den subjektiv wahrgenommenen Folgen dieser Gewalterfahrungen befragt. Es wird von weitreichenden Auswirkungen auf die Fähigkeit, Beziehungen zu leben, von Angst, Misstrauen und einem globalen Vertrauensverlust berichtet. Fast die Hälfte berichtet von Schwierigkeiten, berufliche Chancen und Möglichkeiten leben zu können. Ohne das Erleben von IG würden sie über einen höheren Selbstwert verfügen und wären sich selbst näher. Diese Belastungen, verbunden mit zahlreichen psychopathologischen Symptomen, führen zu einem großen Leidensdruck. Dies gilt es in zukünftiger Forschung als auch in der psychotherapeutischen Praxis in der Behandlung von Betroffenen von IG zu berücksichtigen.

Summary:

Scars on the Soul – Subjectively perceived repercussions of institutional abuse encountered in institutions affiliated with the Catholic Church
In the last few years there has been increased academic/scientific engagement with the impact of institutional abuse (IA) on individuals, not least in the broader context of the Catholic Church. These repercussions extend far beyond the psychopathological symptoms involved and frequently impose extremely severe restrictions on the way the victims lead their lives. Forty-six victims of such abuse were asked about the subjectively perceived repercussions of their experiences. They report far-reaching negative effects on their capacity for living in relationships, plus anxiety, suspicion, and a generalized loss of trust. Almost half report difficulties in taking advantage of vocational openings and opportunities. The responders say that without the experience of IA, their self-esteem would be more marked and they would be closer to their own selves. Together with numerous psychopathological symptoms, these circumstances cause major stress. Both in future research and in the treatment of patients suffering from the consequences of IA, it will be imperative to take account of these findings.

Résumé:

Trauma & Gewalt Jahrgang 10, Heft 03, August 2016
broschiert
ISSN: 1863-7167

Autoren in dieser Ausgabe

Günter H. Seidler, Brigitte Lueger-Schuster, Dina Weindl, Peer Abilgaard, Lena Schifferdecker, Claudia Gärtner, Michael Schifferdecker, Oliver Schubbe, Susanne Nick, Hertha Richter-Appelt, Günter H. Seidler, Martin Daigger, Claudia Fischer,


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