Trauma & Gewalt

Heft 03 / August 2018

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Printausgabe vergriffen, Artikel als PDF erhältlich, siehe unten
Susanne Nick, Johanna Schröder, Peer Briken, Hertha Richter-Appelt

Organisierte und rituelle Gewalt in Deutschland . Kontexte der Gewalterfahrungen, psychische Folgen und Versorgungssituation

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Zusammenfassung:

Die Versorgungssituation von Menschen mit organisierten und/oder rituellen Gewalterfahrungen gilt unter Betroffenen sowie Fachexpertinnen und Fachexperten seit langem als unzureichend. Häufige psychische Folgen sind komplexe posttraumatische und dissoziative Störungen, vor allem die Disso­ziative Identitätsstörung, deren Behandlung als besonders herausfordernd angesehen wird. Trotz zahlreicher Studien zu sexualisierter Gewalt, Traumafolgen und Traumatherapie gibt es bisher kaum empirische Daten zu Vorkommen, psychischen Folgen und Behandlung von organisierten und rituellen Gewalterfahrungen. Ziel der Studie ist es, die Erfahrungen von Betroffenen wissenschaftlich zu erfassen, um charakteristische Gewaltformen und deren Auswirkungen genauer zu verstehen und die Versorgung zu verbessern. Über einen umfangreichen anonymen Online-Fragebogen wurden Angaben von 165 selbstdefinierten Betroffenen erfasst. Die Ergebnisse der Befragung dokumentieren schwere sexualisierte Gewalterfahrungen und psychische Belastungen sowie die häufige Inanspruchnahme von Therapien. Es zeigt sich eine insgesamt schwierige Versorgungssituation bei oft noch anhaltenden Gewalterfahrungen durch organisierte Tätergruppierungen. Die Ergebnisse der Online-Befragung werden unter Einbezug psychotraumatologischer Theorien, traumatherapeutischer Behandlungsansätze und ethischer Implikationen diskutiert.

Summary:

Organized and Ritual Violence in Germany – Contexts, psychic effects, care situation
Experts on, and victims of, organized and/or ritual violence have repeatedly bewailed the inadequacy of the care situation for people undergoing such experiences. Frequent psychic effects are complex posttraumatic and dissociative disorders, above all dissociative identity disorder. There is a general consensus that the latter condition is particularly difficult to get to grips with therapeutically.
Despite numerous studies on sexualized violence, trauma sequels, and trauma therapy, we have very little in the way of empirical data on the incidence, the psychic effects, and the treatment of organized and ritual violence.
The aim of this study is to undertake a scientific survey of the experiences victims have been through with a view to (a) achieving a better understanding of characteristic forms of violence and their effects and (b) improving care.
Information on 165 self-defined victims of organized/ritual violence was collected via a detailed online questionnaire. The results of the survey indicate severe exposure to sexualized violence, psychic stress, and frequent recourse to therapy. Overall, the care situation is described as problematic, and there is evidence of ongoing experiences of violence at the hands of organized perpetrator groups.
The findings from the online survey are discussed with reference to theories on psychotrauma, trauma-therapeutic approaches to treatment, and ethical implications.

Résumé:

Trauma & Gewalt Jahrgang 12, Heft 03, August 2018
broschiert
ISSN: 1863-7167

Autoren in dieser Ausgabe

Jan Ilhan Kizilhan, Wolfgang U. Eckart, Petra Windthorst, Robert Smolka, Judith Zieker, Ulrike Schneck, Stephan Zipfel, Florian Junne, Jan Ilhan Kizilhan, Jan Ilhan Kizilhan, Leonie Traub, Reinhold Jagsch, Alexander Redlich, Susanne Nick, Franka Metzner, Silke Pawils, Michelle Wichmann, Michael Brune, Emil Betke, Olga Wlodarczyk, Susanne Nick, Hertha Richter-Appelt, Peer Briken, Johanna Schröder, Jan Ilhan Kizilhan, Jan Ilhan Kizilhan,


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