Trauma & Gewalt

Heft 04 / November 2009

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Bettina Gorißen

Psychische Belastungen im Wachalltag von Berufsfeuerwehrleuten . Ein arbeitspsychologischer Vergleich von Einsatz und Wachalltag

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Zusammenfassung:

Psychische Belastungen im Feuerwehrdienst werden fast ausschließlich dem Einsatzgeschehen zugeschrieben. Die Einsatzkräfte verbringen während ihrer Dienstzeit etwa 30 % im Einsatz und 70 % im Wachalltag. Diese Arbeit überprüft die beiden folgenden Hypothesen: (1) psychische Belastungen sind im Einsatz stärker ausgeprägt als im Wachalltag; (2) Stressoren für den Dienst auf der Wache sind aufgrund der längeren Expositionszeiten die besseren Prädiktoren für die Vorhersage von psychischem Befinden. In einer Wiederholungsmessung wurden männliche Feuerwehrbeamte aus sieben Berufsfeuerwehren mittels Fragebogen befragt. Auf der Basis von LISREL-Modellen wurden unter Berücksichtigung von Occasion-Faktoren und umgekehrter Kausaleffekte die Auswirkungen der erhobenen Anforderungen für den Einsatz und für den Wachalltag geschätzt und auf die Kriterien der kurzfristigen und langfristigen Beeinträchtigung und Arbeitszufriedenheit abgebildet. Beide Hypothesen konnten in weiten Bereichen bestätigt werden. Darüber hinaus zeigen die Ergebnisse, dass Stressoren, die ›echte‹ Einsätze charakterisieren, das psychische Wohlbefinden begünstigen. Im Abschluss erfolgt ein kurzer Erfahrungsbericht über ein feuerwehrinternes Kriseninterventionsteam, das aufgrund dieser Studie in Dortmund implementiert wurde.

Summary:

Psychological stress experienced by members of professional fire-brigades has been attributed almost exclusively to experiences encountered in actual firefighting. However, fire-brigade members spend only 30 % of their work-time in action and 70 % of it on station duty. This study tests the hypotheses that (a) mental stress encountered in actual firefighting is higher, whereas (b) due to longer exposure times stressors encountered on station duty are better predictors for mental well-being. In a second leg of the study, professional male firefighters in seven German cities were asked to fill out a questionnaire. On the basis of LISREL models and taking account of occasion factors and inverse causal effects, the consequences of the demands made on firefighters in action and on station duty were assessed and mapped onto the criteria for short-term and long-term impairment and job satisfaction. Both hypotheses were substantiated to a large degree. Work stressors encountered in actual firefighting have favorable effects on mental/psychological well-being. The article closes with a brief report on experience with an in-station crisis intervention team established in Dortmund on the basis of this study.

Résumé:

Trauma & Gewalt Jahrgang 03, Heft 04, November 2009
broschiert
ISSN: 1863-7167

Autoren in dieser Ausgabe

Günter H. Seidler, Bettina Gorißen, Georgia Böwing, Stefan Georg Schröder, Sylvia H. Oswald, Lutz Goldbeck, Peter Lutz Zimmermann, Hans-Heiner Hahne, Andreas Ströhle, Harald J. Freyberger, Hellmuth Freyberger, Günter H. Seidler, Cornelia C. Vollath, Andreas Maercker, Katharina Becker, Jürgen Bengel, Wolfgang Welsch,


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