Trauma & Gewalt

Heft 04 / November 2010

Diese Ausgabe erwerben
Printausgabe vergriffen, Artikel als PDF erhältlich, siehe unten
Rita Rosner, Christine Henkel

Die Gestalttherapie in der Psychotraumatologie . Charakteristika und Wirksamkeit
gestalttherapeutischer Interventionen bei
Posttraumatischen Belastungsstörungen

« zurück zum Inhalt

Zusammenfassung:

Vertreter der Gestalttherapie sehen in der Symptomatik der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTB) die Reaktion auf eine offene Gestalt – eine Unterbrechung des Kontakt-Erfahrungszyklus. In der gestalttherapeutischen Behandlung der PTB soll die offene Gestalt der traumatischen Erfahrung geschlossen und so in die Biographie des Betroffenen integriert werden. Häufig kommt dazu die Technik des Stuhldialogs zur Anwendung. Im Feld der Psychotraumatologie findet die Gestalttherapie nur wenig Anerkennung und ist kaum in universitären Einrichtungen verankert. Einige Studien zeigen jedoch, dass gestalttherapeutische Interventionen in der Behandlung der PTB wirksam sein können. Allerdings unterliegen diese Studien einigen methodischen Einschränkungen, so dass keine generalisierte Aussage über die Wirksamkeit der untersuchten Methoden getroffen werden kann. Hinzu kommt, dass die in den Studien erfolgreichen gestalttherapeutischen Methoden im Vergleich zur ursprünglichen Gestalttherapie stark modifiziert wurden und daher keine einfache Übertragung gestalttherapeutischer Konzepte auf die Behandlung der PTB gerechtfertigt erscheint.

Summary:

Proponents of gestalt therapy see the symptoms of posttraumatic stress disorders (PTSD) as a reaction to an open gestalt – an interruption of the contact-experience cycle. Gestalt-therapeutic treatment for PTSD is designed to close the open gestalt of traumatic experience and integrate it into the biography of the patient. Use of the empty-chair dialogue technique is frequent. In the field of psychotraumatology, gestalt therapy has received little recognition and is hardly represented at all in university institutions. While some studies do indicate that gestalt-therapeutic interventions can be effective in the treatment of PTSD, these studies are subject to a number of methodical limitations that render it impossible to make generalized statements about the efficacy of the methods investigated. In addition, the gestalt-therapeutic methods found to be successful in these studies display major modifications over and against gestalt therapy in its original form. Accordingly, the straightforward application of gestalt-therapeutic strategies to the treatment of PTSD does not appear to be justified.

Résumé:

Trauma & Gewalt Jahrgang 04, Heft 04, November 2010
broschiert
ISSN: 1863-7167

Autoren in dieser Ausgabe

Günter H. Seidler, Wolfgang U. Eckart, Harald J. Freyberger, Kirstin Drenkhahn, Carsten Spitzer, Frieder Dünkel, Manuela Dudeck, Kathleen Haack, Ekkehardt Kumbier, Rita Rosner, Christine Henkel, Jochen Peichl, Harald J. Freyberger, Ulrich Bahrke, Harald J. Freyberger,


Unser Service für Sie

Zahlungsmethoden
PayPal (nicht Abos),
Kreditkarte,
Rechnung
weitere Infos

PayPal

Versandkostenfreie Lieferung
nach D, A, CH

in D, A, CH inkl. MwSt.
 
weitere Infos

Social Media
Besuchen Sie uns bei


www.klett-cotta.de/im-netz
Facebook Twitter YouTube
Newsletter-Abo

Klett-Cotta-Verlag

J. G. Cotta’sche Buchhandlung
Nachfolger GmbH
Rotebühlstrasse 77
70178 Stuttgart
info@klett-cotta.de