Trauma & Gewalt

Heft 04 / November 2010

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Ulrich Bahrke

Teilung, Vereinigung und weitere Zumutungen (1) . Reflexionen eines Ostdeutschen im Westen

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Zusammenfassung:

Der allgemeine Konflikt zwischen sich anpassend-unterwerfendem Verhalten und der Verfolgung autonomer Lebensentscheidungen verschärft sich durch die Repressionsmöglichkeiten einer Diktatur und kann ein traumatisierendes Ausmaß erreichen. Unter Verwendung persönlicher Schilderungen wird die These vertreten, dass den Ostdeutschen die groben und subtilen Verletzungen ihrer Würde in der Zeit der DDR-Diktatur bislang nur teilweise bewusst geworden sind. Weder hat es bislang ausreichend inneren Raum für die mit den Diktaturfolgen verbundene Selbstauseinandersetzung gegeben, noch sind die Konflikte zwischen Ostdeutschen aus dieser Zeit der Diktatur ausgetragen worden. Die heutige Verharmlosung der DDR-Diktatur geht aber nicht nur von Ost- sondern auch von Westdeutschen aus. Es handelt sich um eine kollusive Abwehr, die vielen Westdeutschen hilft, ihre früheren ideologiebedingten Ausblendungen zu verleugnen. Kränkungen Ostdeutscher seit der Wiedervereinigung erklären manche der zwischen Ost- und Westdeutschen bestehenden Spannungen, werden aber ebenfalls für diese Abwehr instrumentalisiert.

Summary:

The general conflict between adaptive/submissive behaviour and the pursuit of independent life-decisions is aggravated by the repressive potentialities of a dictatorship and can take on traumatic dimensions. With reference to personal experiences, this article contends that the East Germans have not yet become fully aware of the insults to their dignity (both blatant and more insidious) imposed on them during the GDR dictatorship. They have not achieved the broader internal perspective required for an engagement with the self bound up with the consequences of dictatorship, nor have the conflicts between East Germans stemming from this regime been openly thrashed out. But the present tendency to play down the repressions of the GDR dictatorship comes not only from East but also from West Germans. We are faced here with a collusive defence mechanism that helps many West Germans to deny their earlier ideological blind-spots. Offensive behaviour to East Germans since reunification explains some of the tensions existing between East and West Germans. But it is also pressed into service to reinforce this defence mechanism.

Résumé:

Trauma & Gewalt Jahrgang 04, Heft 04, November 2010
broschiert
ISSN: 1863-7167

Autoren in dieser Ausgabe

Günter H. Seidler, Wolfgang U. Eckart, Harald J. Freyberger, Kirstin Drenkhahn, Carsten Spitzer, Frieder Dünkel, Manuela Dudeck, Kathleen Haack, Ekkehardt Kumbier, Rita Rosner, Christine Henkel, Jochen Peichl, Harald J. Freyberger, Ulrich Bahrke, Harald J. Freyberger,


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