Trauma & Gewalt

Heft 04 / November 2011

Kriegstraumatisierungen aus interdisziplinärer Sicht I

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Printausgabe vergriffen, Artikel als PDF erhältlich, siehe unten
Heide Glaesmer, Alexandra Reichmann-Radulescu, Elmar Brähler, Philipp Kuwert, Christoph Muhtz

Transgenerationale Übertragung traumatischer Erfahrungen . Wissensstand und theoretischer Rahmen und deren Bedeutung für die Erforschung transgenerationaler Folgen des Zweiten Weltkrieges in Deutschland

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Zusammenfassung:

Die Langzeitfolgen des Zweiten Weltkrieges für die heutige ältere Bevölkerung Deutschlands sind inzwischen gut untersucht. In den letzten Jahren rückte die Frage nach möglichen Auswirkungen der Kriegstraumatisierungen auf die nachfolgende Generation im Sinne einer transgenerationalen Übertragung in den Fokus. Empirische Studien zu diesem Thema für die deutsche Kriegsgeneration sind jedoch kaum zu finden. Im Übersichtsartikel werden die Forschungsansätze und -ergebnisse anhand des integrativen Modells von Kellermann (2001) aus der Holocaustforschung dargestellt. Dabei werden Inhalte und Modelle der transgenerationalen Übertragung unterschieden Die Befunde aus der Holocaustforschung liefern keine eindeutigen Hinweise auf transgenerationale Weitergabe traumatischer Erfahrungen im Sinne einer spezifischen Psychopathologie. In klinischen Stichproben zeigte sich eine erhöhte Vulnerabilität für psychische Erkrankungen, die insbesondere bei Stressbelastung oder kritischen Lebensereignissen zum Tragen kommt. Die Ergebnisse werden kritisch diskutiert und Forschungsimplikationen für die Untersuchung der transgenerationalen Übertragung von der deutschen Kriegsgeneration auf deren Nachkommen werden abgeleitet.

Summary:

The long-term consequences of World War II for today’s older generation in Germany have been investigated in depth. In recent years, there has also been increasing discussion of the possible consequences of war-related traumatic experiences for succeeding generations as a result of transgenerational transmission. So far, empirical studies on the German war generation and their children have been conspicuous by their absence. The present article proposes a theoretical framework and discusses empirical findings on the basis of the integrative approach suggested by Kellermann (2001) for research on the Holocaust. This approach distinguishes between content and mode of transmission. Holocaust research has failed to confirm transgenerational transmission as a specific psychopathology in the children of Holocaust survivors. In clinical samples, there is increased vulnerability for mental/psychic disorders in the second generation, notably under stress or in difficult situations. The existing evidence for transgenerational transmission of Holocaust traumas is discussed, deriving research implications for the study of the transgenerational transmission of traumatic experiences from World War II in Germany.

Résumé:

Trauma & Gewalt Jahrgang 05, Heft 04, November 2011
broschiert
ISSN: 1863-7167

Autoren in dieser Ausgabe

Philipp Kuwert, Ingvill C. Mochmann, Wolfgang U. Eckart, Hannes Fricke, Elmar Brähler, Philipp Kuwert, Heide Glaesmer, Alexandra Reichmann-Radulescu, Christoph Muhtz, Tobias Glück, Brigitte Lueger-Schuster, Peter Ruggenthaler, Barbara Stelzl-Marx, Hubertus Adam, Fionna Klasen, Ingo Schäfer, Renate Jegodtka, Harald J. Freyberger, Peter Lutz Zimmermann, Andreas Gewandt, Gerd-Dieter Willmund, Jens T. Kowalski,


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