Trauma & Gewalt

Heft 04 / November 2011

Kriegstraumatisierungen aus interdisziplinärer Sicht I

Diese Ausgabe erwerben
Printausgabe vergriffen, Artikel als PDF erhältlich, siehe unten
Tobias Glück, Brigitte Lueger-Schuster, Peter Ruggenthaler, Barbara Stelzl-Marx

Kriegskinder . Epidemiologie der aktuellen psychischen ­Symptombelastung und posttraumatischer Belastungs­störungen bei alten Menschen in Österreich. Gibt es einen Einfluss der Besatzungszone?

« zurück zum Inhalt

Zusammenfassung:

Anders als in der Bundesrepublik Deutschland, mit der Österreich seine Vergangenheit der selbstverschuldeten Schrecken des Zweiten Weltkriegs teilt, sind bisher noch keine epidemiologischen Untersuchungen zur aktuellen psychischen Gesundheit und posttraumatischen Belastungsstörung in der vor 1945 geborenen Bevölkerung durchgeführt worden. In einem interdisziplinären Projekt des Instituts für Klinische Psychologie der Universität Wien zusammen mit dem Grazer Ludwig Boltzmann-Institut für Kriegsfolgen-Forschung wurden Daten zu kriegsbedingten Traumata und der psychischen Gesundheit mit N = 316 Personen in ganz Österreich erhoben. Grundlage für diese Erhebung bildete eine von HistorikerInnen erarbeitete Landkarte Österreichs, die historische Fakten über massive traumatische Ereignisse während des Zweiten Weltkriegs als auch die Einteilung Österreichs in die vier Besatzungszonen abbildete. Im vorliegenden Bericht werden erste Ergebnisse zu Prävalenzen psychischer Beschwerden und posttraumatischer Symptome sowie Unterschiede hinsichtlich der psychischen Belastung zwischen Personen, die in der Besatzungszone der Alliierten und der sowjetischen Armee nach Kriegsende lebten, vorgestellt.

Summary:

This is the first study to investigate for PTSD in an Austrian population of World War II survivors. It aims to portray the kinds of trauma occurring in wartime and the postwar period, differentiating between the zones of occupation and examining connections with the present state of mental health, including the presence of PTSD. 316 persons born before 1945 in all provinces of Austria were interviewed. We found major differences both in trauma exposure and in triggered fear vs. perceived protection from occupying powers in the postwar period. Intensive exposure to trauma in the war and the postwar period caused a variety of psychopathological symptoms. Differences in psychological symptomatologies were found in the different zones of occupation (Allies, Soviets). The outcome of the study will be analyzed and compared with other studies on World War II and postwar trauma.

Résumé:

Trauma & Gewalt Jahrgang 05, Heft 04, November 2011
broschiert
ISSN: 1863-7167

Autoren in dieser Ausgabe

Philipp Kuwert, Ingvill C. Mochmann, Wolfgang U. Eckart, Hannes Fricke, Elmar Brähler, Philipp Kuwert, Heide Glaesmer, Alexandra Reichmann-Radulescu, Christoph Muhtz, Tobias Glück, Brigitte Lueger-Schuster, Peter Ruggenthaler, Barbara Stelzl-Marx, Hubertus Adam, Fionna Klasen, Ingo Schäfer, Renate Jegodtka, Harald J. Freyberger, Peter Lutz Zimmermann, Andreas Gewandt, Gerd-Dieter Willmund, Jens T. Kowalski,


Unser Service für Sie

Zahlungsmethoden
PayPal (nicht Abos),
Kreditkarte,
Rechnung
weitere Infos

PayPal

Versandkostenfreie Lieferung
nach D, A, CH

in D, A, CH inkl. MwSt.
 
weitere Infos

Social Media
Besuchen Sie uns bei


www.klett-cotta.de/im-netz
Facebook Twitter YouTube
Newsletter-Abo

Klett-Cotta-Verlag

J. G. Cotta’sche Buchhandlung
Nachfolger GmbH
Rotebühlstrasse 77
70178 Stuttgart
info@klett-cotta.de