Trauma & Gewalt

Heft 04 / November 2012

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Claudia Fliss

Konditionierung und Programmierung von Nachfolgegenerationen in Kulten . Ausstiegsbegleitung, therapeutische Arbeit und Deprogrammierung

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Zusammenfassung:

Auch wenn es schwer vorstellbar und unerträglich scheint, müssen Berichte von Menschen über Erfahrungen ritueller Gewalt ernst genommen werden. Der nachfolgende Beitrag fasst Informationen Betroffener über Manipulationsstrategien zusammen, die von Kulten gegenüber Mitgliedern und Opfern angewendet werden. So werden kleine Kinder in traumatisierenden Situationen konditioniert. Dabei werden Konditionierungen höhe-rer Ordnung aneinandergesetzt (Programme), so dass die Täter komplexe Handlungsmuster mit Signalreizen abrufen können. Die parallel dabei entstehenden Dissoziativen Identitätsstrukturen verhindern eine Einflussnahme der »programmierten« Menschen auf das eigene Verhalten. Durch diese Programme können Kulte das Alltagsverhalten von Menschen gezielt beeinflussen: essen oder hungern, schlafen oder wachen, Gehorsam, Vermeiden von Hilfe, Verschwiegenheit. Menschen können dadurch auch in brutalen Ritualen und im Menschenhandel gequält und ausgebeutet und zu eigenen brutalen Handlungen gezwungen werden. In langfristigen Therapieprozessen ist es möglich, die Konditionierungen aufzulösen und eigenen Einfluss auf das Verhalten zu erarbeiten.

Summary:

Though harrowing to read, reports on experience with ritual violence demand to be taken seriously. The article brings together information received from victims on the manipulative strategies employed by cults to subjugate their members and victims. Small children are conditioned in traumatic situations. Instances of higher-order conditioning are sequenced (programmed) so that the perpetrators can summon up complex action patterns when stimulated to do so by signals. This conditioning goes hand in hand with the materialisation of dissociative identity structures that prevent the »programmed« individuals from exerting any influence on their own behaviour. These programmes enable cults to systematically influence the everyday behaviour of individuals (eating or fasting, sleeping or waking, obedience, avoidance of help, keeping silence, etc.). In the context of brutal rituals and human trafficking, individuals can hence be tormented and exploited and also forced to commit acts of brutality themselves. Long-term therapies can break down this conditioning and thus help patients to exercise influence over their own actions.

Résumé:

Trauma & Gewalt Jahrgang 06, Heft 04, November 2012
broschiert
ISSN: 1863-7167

Autoren in dieser Ausgabe

Wolfgang U. Eckart, Robert E. Feldmann, Navina Njiabi Bolla-Bong, Peter Theiss-Abendroth, Zeliha Özlü, Franziska Pruckner, David Zimmermann, Harald J. Freyberger, Elmar Brähler, Philipp Kuwert, Heide Glaesmer, Marie Kaiser, Claudia Fliss, Constantin Bornowski, Jörg M. Fegert, Christine Bergmann,


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