Trauma & Gewalt

Heft 04 / November 2013

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Michael Krausz, Verena Strehlau, Christian Schütz, Iris Torchalla

Frühe Traumatisierung bei Menschen in Wohnungslosigkeit und Armut . Ergebnisse aus einer kanadischen Studie

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Zusammenfassung:

Die hohe psychische Belastung Wohnungsloser ist gut belegt, wobei die Qualität der Diagnostik meistens nicht modernen Standards genügt. Insbesondere traumatische Erfahrungen werden trotz ihrer Häufigkeit selten standardisiert erfasst. In der vorliegenden Studie wurde der Zusammenhang verschiedener Kindheitstraumata mit zwei relevanten Faktoren untersucht, die eine erhöhte Vulnerabilität zu verschiedenen Lebenszeitpunkten reflektieren: 1) das Alter, in dem unsere Studienteilnehmer zum allerersten Mal wohnungslos wurden, und 2) ihr aktuelles Suizidrisiko. Dazu wurden 500 wohnungslose Personen aus drei kanadischen Städten umfassend in den Bereichen Psychopathologie (MINI-Plus) und frühkindliches Trauma (Childhood Trauma Questionnaire) untersucht. Verschiedene Formen von Kindesmissbrauch und Vernachlässigung sowie ihre kumulierten Erfahrungen waren signifikant assoziiert mit einer frühen Wohnungslosigkeit und aktueller Suizidalität. Wohnungslose in dieser Untersuchung wurden demnach früh belastet durch Traumatisierungen, die möglicherweise gravierende Auswirkungen auf die weitere Lebensentwicklung hatten. Intensive und integrierte traumabezogene Behandlungen im Rahmen einer Housing-First Intervention könnten helfen, die Situation Wohnungsloser zu verbessern.

Summary:

The considerable mental stress associated with homelessness is well substantiated, although diagnostic quality often fails to live up to modern standards. Despite their frequency, traumatic experiences have seldom been assessed in a standardized way. The present study investigated the connections between various childhood traumas and two relevant factors reflecting increased vulnerability at different times in the lives of the participants: (1) the age at which the participants became homeless and (2) their present suicide risk. For this purpose, 500 homeless persons from three Canadian towns were assessed in terms of psychopathology (MINI-Plus) and early childhood trauma (Childhood Trauma Questionnaire). Various forms of child abuse and neglect plus cumulative species of childhood maltreatment were significantly associated with early homelessness and present suicidal tendencies. This suggests that the homeless persons in the study were traumatized at an early stage, which may have had serious repercussions on the further course of their lives. Intensive, integrated, trauma-related treatment in the framework of a housing-first intervention may help to improve the situation of homeless people.

Résumé:

Trauma & Gewalt Jahrgang 07, Heft 04, November 2013
broschiert
ISSN: 1863-7167

Autoren in dieser Ausgabe

Günter H. Seidler, Wolfgang U. Eckart, Kathrin Volmert, Frank Lasogga, Michael Krausz, Verena Strehlau, Christian Schütz, Iris Torchalla, Stefan Lueger, Tanja Lueger, Andreas Maercker, Sandy Krammer, Sonja Fankhauser, Ira Gäbler, Matthias Schützwohl, Dorin Katharina Strenge, Jürgen Bengel, Jan Ilhan Kizilhan, Ina Eggert, Vera Wülker, Katja Paternoga, Anne Schmitter-Boeckelmann, Otto Felix Hanebutt, Mondrian v. Lüttichau,


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