Trauma & Gewalt

Heft 04 / November 2013

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Dorin Katharina Strenge

Traumatisierung durch weibliche Genitalverstümmelung . Ein Prozessmodell unter besonderer Berücksichtigung der Migration

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Zusammenfassung:

Auf der Grundlage von Interviews mit afrikanischen Migrantinnen, Expertenbefragungen sowie weiteren explorativen Datenerhebungen wird, unter Berücksichtigung der Migration, mittels Grounded Theory ein dreiphasiges Prozessmodell der Traumatisierung durch weibliche Genitalverstümmelung entwickelt. Das Modell verdeutlicht, dass die Mechanismen der transgenerationalen Traumatransmission eng mit der Pathogenisierung des Traumas durch das Schweigegebot korrespondieren. Vor dem theoretischen Hintergrund von psychoanalytischer Psychodynamik, Bindungstheorie sowie Betrayal Trauma Theory ergibt sich ein Kategoriensystem, das sowohl die Wirkfaktoren der Traumatisierung als auch ihre Auswirkungen erfasst. Ob dessen Kategorien und deren Eigenschaften Relevanz für bisher in der klinischen Praxis nicht vorgesehene Anwendungsfälle haben, wird sich erweisen. Zweifellos bedürfen die einzigartigen Trauma-Erfahrungen im Kontext weiblicher Genitalverstümmelung, für die eine spezielle, von dissoziativen Störungen geprägte Phänomenologie der PTBS angenommen wird, einer spezifischen psychologischen Begleitung, Beratung und Therapie, die auf interkultureller Kompetenz basiert.

Summary:

With specific reference to migrancy and on the basis of (1) interviews with female African migrants, (2) expert surveys and (3) other forms of exploratory data collection, the article draws upon Grounded Theory to develop a three-phase model of traumatisation caused by genital mutilation in women. The model also indicates that the mechanisms of transgenerational trauma transmission are closely bound up with the pathogenisation of this specific kind of trauma through the disclosure ban. Against the theoretical background of psychoanalytic psychodynamics, attachment theory and betrayal trauma theory, the article proposes a system of categories covering both the factors involved in traumatic impact and the repercussions of traumatisation. It seems probable that these categories and the characteristics they reveal will be of relevance for applications not previously provided for in clinical practice.
These unique trauma experiences make it legitimate to assume a specific PTSD phenomenology strongly marked by dissociative disorders. This condition requires an equally specific form of psychological care, counselling and therapy based on cross-cultural competence.

Résumé:

Trauma & Gewalt Jahrgang 07, Heft 04, November 2013
broschiert
ISSN: 1863-7167

Autoren in dieser Ausgabe

Günter H. Seidler, Wolfgang U. Eckart, Kathrin Volmert, Frank Lasogga, Michael Krausz, Verena Strehlau, Christian Schütz, Iris Torchalla, Stefan Lueger, Tanja Lueger, Andreas Maercker, Sandy Krammer, Sonja Fankhauser, Ira Gäbler, Matthias Schützwohl, Dorin Katharina Strenge, Jürgen Bengel, Jan Ilhan Kizilhan, Ina Eggert, Vera Wülker, Katja Paternoga, Anne Schmitter-Boeckelmann, Otto Felix Hanebutt, Mondrian v. Lüttichau,


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