Trauma & Gewalt

Heft 04 / November 2013

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Ina Eggert, Vera Wülker, Jürgen Bengel, Jan Ilhan Kizilhan

Posttraumatische Belastungsstörung nach Schussverletzungen bei Zivilisten im Krieg . Eine Untersuchung an kurdischen Flüchtlingen

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Zusammenfassung:

Theoretischer Hintergrund: Seit dem bewaffneten Konflikt zwischen der kurdischen Arbeiterpartei PKK und dem türkischen Militär wurden mehr als 40 000 Menschen getötet. Über drei Millionen Menschen mussten ihre Herkunftsorte verlassen, ein Teil von ihnen suchte Asyl in Deutschland. Fragestellung: Die Studie dokumentiert die Prävalenz der PTBS bei Zivilisten mit einer Schussverletzung und einer möglichen körperlichen Behinderung aufgrund einer kriegerischen Auseinandersetzung. Methode: Die Daten stammen von 102 kurdischen Zivilisten, die vor mehr als zehn Jahren in ihrem Herkunftsland verletzt wurden und nun in Deutschland leben. Die Daten wurden in Migrationsvereinen in Deutschland erhoben. Ergebnisse: Rund 38 % der Befragten litten unter einer PTBS. Als Komorbidität waren Depressionen (32,2 %), Angststörungen (30,8 %) und somatoforme Störungen (46,7 %) am häufigsten. Schlussfolgerung: Das Erlebnis einer Schussverletzung führt auch nach Jahren im Exil zu psychischen Symptomen, die durch Risikofaktoren wie höheres Alter, niedrige Bildung, körperliche Behinderung, Heirat, Arbeitslosigkeit, weibliches Geschlecht begünstigt und verstärkt werden.

Summary:

Theoretical background: In the armed conflict between the Kurdish Workers’ Party (PKK) and the Turkish military forces there have so far been over 40,000 deaths. More than 3 million people have been forced to leave their places of origin, some of them have sought asylum in Germany.
Issue discussed: The study documents the prevalence rates of PTSD in civilians with bullet wounds and potential physical disability as a result of hostilities. Method: The data stem from 102 Kurdish civilians injured over 10 years ago in their country of origin and now living in Germany. The data were collected from Kurdish immigration societies in Germany.
Results: About 38 % of those questioned suffered from PTSD. Most frequent comorbid conditions were depression (32.2 %), anxiety disorders (30.8 %) and somatoform disorders (46.7 %).
Conclusion: Even after living in exile for years, the traumatic experience of a bullet wound can cause mental symptoms facilitated and intensified by risk factors like advanced age, poor education, physical disability, marriage, unemployment and being a woman.

Résumé:

Trauma & Gewalt Jahrgang 07, Heft 04, November 2013
broschiert
ISSN: 1863-7167

Autoren in dieser Ausgabe

Günter H. Seidler, Wolfgang U. Eckart, Kathrin Volmert, Frank Lasogga, Michael Krausz, Verena Strehlau, Christian Schütz, Iris Torchalla, Stefan Lueger, Tanja Lueger, Andreas Maercker, Sandy Krammer, Sonja Fankhauser, Ira Gäbler, Matthias Schützwohl, Dorin Katharina Strenge, Jürgen Bengel, Jan Ilhan Kizilhan, Ina Eggert, Vera Wülker, Katja Paternoga, Anne Schmitter-Boeckelmann, Otto Felix Hanebutt, Mondrian v. Lüttichau,


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