Trauma & Gewalt

Heft 04 / November 2014

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Kathleen Haack, Ekkehardt Kumbier

Verbrechen an psychisch Kranken und Behinderten in Mecklenburg während der NS-Zeit

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Zusammenfassung:

Unter dem euphemistisch-zynischen Begriff der »Euthanasie« wurden zwischen 1939 und 1945 systematisch mehrere hunderttausend kranke und behinderte Menschen ermordet. Für die Region Mecklenburg fehlt noch immer eine Bestandsaufnahme dieser Vorgänge. Auch wenn man die Zahl der Opfer, die im Rahmen der »Aktion T4« getötet worden sind, mit 420 bis 500 relativ genau angeben kann, ist über die zweite Phase, den regionalisierten Patientenmord, bisher kaum etwas bekannt. Vor dem Hintergrund der Aufrechterhaltung der medizinischen Versorgung der Bevölkerung während des Zweiten Weltkriegs war die Tötung eine Folge des Verdrängungsprozesses, bei denen Psychiatriepatienten der geringste Stellenwert zugemessen wurde. Ab 1943 kann man für Mecklenburg nur noch von einer restpsychiatrischen Versorgung sprechen, bei der die Heil- und Pflegeanstalt Sachsenberg (Schwerin) zum Dreh- und Angelpunkt von Patientenverlegungen inner- und außerhalb Mecklenburgs geworden war und wo, je nach Notwendigkeit des Krieges, selektiert, verlegt und vor Ort mit Medikamenten getötet wurde. Verantwortlich dafür war vor allem Dr. Alfred Leu.

Summary:

Between 1939 and 1945 the cynical euphemism »euthanasia« was used by the Nazis to refer to the systematic extermination of hundreds of thousands of sick and disabled people. In the Mecklenburg region, an inventory of occurrences of this kind is still conspicuous by its absence. Though it is possible to say with a fair degree of accuracy that the number of victims killed in the context of the »Action T4« euthanasia drive was between 400 and 500, little is known about the second phase known as »regionalised extermination of patients«. In the context of a bid to maintain medical care for the population during World War II, these killings were the product of an ongoing process of repression in which psychiatric patients were accorded the lowest significance of all people receiving medical attention. As of 1943, psychiatric care in Mecklenburg was all but non-existent. In this connection, Sachsenberg psychiatric hospital (Schwerin) became the pivotal institution. Patients from Mecklenburg and elsewhere were sluiced through the hospital, where they were selected, relocated or killed on the spot by lethal doses of medical drugs. The chief offender in this respect was Dr. Alfred Leu.

Résumé:

Trauma & Gewalt Jahrgang 08, Heft 04, November 2014
broschiert
ISSN: 1863-7167

Autoren in dieser Ausgabe

Harald J. Freyberger, Jan Armbruster, Kathleen Haack, Ekkehardt Kumbier, Kathleen Haack, Ekkehardt Kumbier, Frank Häßler, Rainer Stommer, Robert Parzer, Pia Andreatta, Nadja Oberthaler,


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