Trauma & Gewalt

Heft 04 / November 2015

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Anna-Lena Aßmann, Marie Kaiser, Georg Schomerus, Philipp Kuwert, Heide Glaesmer

Stigmatisierungserfahrungen deutscher Besatzungskinder des Zweiten Weltkrieges

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Zusammenfassung:

Schätzungen gehen davon aus, dass in der ersten Dekade nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland etwa 200.000 Kinder geboren wurden, deren Väter Angehörige der Besatzungsarmeen und deren Mütter Deutsche waren. Aus der historischen Forschung und aus Einzelberichten ist bekannt, dass diese sogenannten »Besatzungskinder« häufig Diskriminierungen ausgesetzt waren. Detaillierte und vor allem quantitative Untersuchungen dazu fehlten bislang. Im Jahr 2013 wurden 146 deutsche Besatzungskinder mit einem Fragebogen befragt, der unter anderem auch Stigmatisierungs- und Diskriminierungserfahrungen erfasste. Mehr als die Hälfte der Befragten (54.6 %) gab an, Stigmaerfahrungen gemacht zu haben, ein Fünftel davon »oft« oder »immer«. Gründe waren z. B. die Herkunft des Vaters, äußere Merkmale oder die uneheliche Geburt. Die Stigmatisierungen wurden im direkten sozialen Umfeld, in öffentlichen Einrichtungen/Institutionen und in der eigenen Familie erlebt – meist im Kindes- und Jugendalter. Mit der vorliegenden Untersuchung wird erstmals eine detaillierte Beschreibung der Stigmaerfahrungen der deutschen Besatzungskinder bereitgestellt.

Summary:

German Occupation Children: Experiences of Stigmatisation after World War II
Estimates suggest that approx. 200,000 children fathered by members of the occupying forces were born by German women in the first decade after World War II. Historical research and individual case reports indicate that these so-called »occupation children« were frequently exposed to discrimination. So far, however, there have been no detailed (quantitative) investigations of this phenomenon. In 2013, 146 German occupation children were asked to complete a questionnaire inquiring (amongst other things) their experiences of stigmatisation and discrimination. More than half of the sample (54.6 %) stated that they had experienced stigmatization, one-fifth of them »frequently« or »constantly«. Major reasons were father’s origin, external features or illegitimacy at birth. Stigmatisation took place in childrens’ immediate social environment, in public institutions and in their own families, mostly in childhood and adolescence. The present study is the first to provide a detailed description of stigma experiences of German occupation children.

Résumé:

Trauma & Gewalt Jahrgang 09, Heft 04, November 2015
broschiert
ISSN: 1863-7167

Autoren in dieser Ausgabe

Günter H. Seidler, Wolfgang U. Eckart, Günter H. Seidler, Philipp Kuwert, Harald J. Freyberger, Henning V. Orlowski, Thomas Klauer, Philipp Kuwert, Heide Glaesmer, Marie Kaiser, Anna-Lena Aßmann, Georg Schomerus, Harald J. Freyberger, Philipp Kuwert, Ingvill C. Mochmann, Heide Glaesmer, Marie Kaiser, Martin Miertsch, Jan Terock, Ketil J. Ødegaard, Inge Bennewitz, Jan Kizilhan, Ramazan Salman, Peter Heinz, Franz Pfitzer, Dominik Rabah-Hollender,


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