Trauma & Gewalt

Heft 04 / November 2016

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Ines Ederer, Pia Andreatta

»Ich bin schuld. Ich hab einen Menschen umgebracht« . Jugendliche, die absichtslos den Tod oder die Verletzung anderer (mit-)verursachen

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Zusammenfassung:

Individuen können in Situationen geraten, in denen sie völlig absichtslos oder durch Fahrlässigkeit den Tod oder eine schwere Verletzung anderer (mit-)verursachen. Bislang kaum erforscht sind »ohne Absicht schuldig« gewordene Jugendliche. Infolge von Verkehrs- oder Freizeitunfällen geschieht es, dass Jugendliche am Tod oder an schwerer körperlicher Verletzung anderer mitverantwortlich sind – im juristischen Sinne schuldig. In diesem Beitrag werden die Ergebnisse einer qualitativen Erhebung vorgestellt: Acht Jugendliche bzw. junge Erwachsene, welche den Tod oder die Verletzung anderer (mit-)verursacht haben, wurden problemzentriert interviewt und die Daten anhand einer qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen die Belastungen und Schuldgefühle der Jugendlichen, Angst vor sozialer Ausgrenzung und Stigmatisierung. Hinsichtlich der Verantwortung finden sich sowohl deren Übernahme wie auch Schuldabwehr und verschiedene Prozesse der Attribution. Wir möchten Formen der Bewältigung aufzeigen, wobei dem intrapsychischen Konflikt, ebenso wie der interpersonellen Konfrontation mit Hinterbliebenen oder Verletzten, wesentliche Bedeutung zukommt. Implikationen für die Unterstützung Jugendlicher werden diskutiert.

Summary:

»I’m guilty. I killed someone.« – Adolescents inadvertently involved in the death or injury of another person
Individuals can get into situations in which, either through negligence or sheer misfortune, they are inadvertently involved in the death or severe injury of another person. So far little research has been done on adolescents who have become »unintentionally guilty«. In typical road or leisure-time accidents, the term »guilty« is a legal categorisation allocating responsibility for the mishap. The article discusses the findings of a qualitative survey comprising (a) problem-related interviews of eight adolescents/young adults who had inadvertently caused the death or serious injury of others and (b) evaluation of the data via qualitative data analysis. The outcomes reveal the stress and the guilt feelings weighing on these young people and their fear of social marginalisation or stigmatisation. With regard to responsibility, the responses include acceptance of responsibility, attempts to ward off guilt, and various attribution strategies. The article indicates ways of coping with this stress, placing particular emphasis on intrapsychic conflict and interpersonal confrontation with bereaved or injured persons. It also discusses implications for the support of adolescents in such situations.

Résumé:

Trauma & Gewalt Jahrgang 10, Heft 04, November 2016
broschiert
ISSN: 1863-7167

Autoren in dieser Ausgabe

Günter H. Seidler, Heide Glaesmer, Yuriy Nesterko, Pia Andreatta, Ines Ederer, Barbara Neudecker, Johanna Sommer, Freihart Regner, Gesine Friederike Seng, Anja Seiffert, Martin Daigger, Ines Geipel, Harald J. Freyberger,


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