Trauma & Gewalt

Heft 04 / November 2016

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Johanna Sommer

Die psychotherapeutische Versorgungsrealität komplex traumatisierter Menschen in Deutschland . Ergebnisse einer Studie der Initiative Phoenix – Bundesnetzwerk für angemessene Psychotherapie e. V.

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Zusammenfassung:

In Deutschland berufen sich Kostenträger bei der Finanzierung von Psychotherapie auf eine Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses. Wie wirkt sich das auf die Versorgung komplex traumatisierter Menschen aus? Die vorgestellte Studie erfasst die Erfahrungswerte von 1334 Menschen, die mittels Online-Fragebogen an einer Befragung zur Versorgungsrealität teilnahmen. Beteiligt haben sich Betroffene, Angehörige von Betroffenen, MitarbeiterInnen in Beratungsstellen, ambulant arbeitende TherapeutInnen und stationär mit Traumatisierten Arbeitende. Neben der Erhebung quantitativer Daten befasst sich ein Großteil der Studie mit qualitativer Forschung zur Versorgungsrealität. Die Daten belegen, dass die Versorgung komplex traumatisierter Menschen mit Psychotherapie nicht ausreichend ist, um Betroffene für dauerhafte gesellschaftliche Teilhabe zu stabilisieren. Als eine der Ursachen hierfür kann die Orientierung der Kostenträger an der Psychotherapie-Richtlinie identifiziert werden. Kontinuierliche, kompetente Begleitung bei sinnvoller Vernetzung der professionellen HelferInnen kann Rückfälle verhindern, Kosten reduzieren und die Chronifizierung von Komorbiditäten vermeiden. Die Ergebnisse bestätigen die Notwendigkeit, die Psychotherapie-Richtlinie zu ergänzen.

Summary:

The Health Care Situation for Patients with Complex Posttraumatic Stress Disorders in Germany – Results of a study by the Phoenix Initiative – Federal Network for Appropriate Psychotherapy
In Germany, health-insurance providers take their bearings from a central directive on psychotherapy laying down the number of sessions per patient. What repercussions does this directive have on the quality of treatment and care for patients with complex traumas? By means of an online survey, the study assembles the experiences undergone by 1,334 such clients, their relatives and mental healthcare professionals. The findings indicate that in Germany mental healthcare for individuals with complex psychotraumas is not adequate to the task of stabilising those individuals for enduring participation in social life. One of the reasons for this is compliance with the central directive on psychotherapy. Continuing skilled care together with a sensible degree of networking between caregivers helps to prevent relapse, to reduce costs and to avoid the chronification of co-morbidities. These findings confirm the necessity of extending the psychotherapy directive.

Résumé:

Trauma & Gewalt Jahrgang 10, Heft 04, November 2016
broschiert
ISSN: 1863-7167

Autoren in dieser Ausgabe

Günter H. Seidler, Heide Glaesmer, Yuriy Nesterko, Pia Andreatta, Ines Ederer, Barbara Neudecker, Johanna Sommer, Freihart Regner, Gesine Friederike Seng, Anja Seiffert, Martin Daigger, Ines Geipel, Harald J. Freyberger,


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