Trauma & Gewalt

Heft 04 / November 2016

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Gesine Friederike Seng, Anja Seiffert

Zurück aus Afghanistan – Zwischen posttraumatischem Wachstum und einsatzbedingtem Benefit . Eine explorative qualitative Studie mit Soldaten der Bundeswehr

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Zusammenfassung:

Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr sind in Auslandseinsätzen mit einer Vielzahl an belastenden und potenziell traumatisierenden Ereignissen konfrontiert. Die vorliegende Studie untersucht, orientiert an den Konstrukten posttraumatisches Wachstum und Benefit Finding, ob Soldaten nach einem Einsatz in Afghanistan auch positive Veränderungen erleben. Aufgrund mangelnder Vorstudien für den Bundeswehrkontext wurde ein exploratives qualitatives Studiendesign angewandt. Es wurden elf halbstrukturierte Einzelinterviews mit Afghanistanveteranen der Bundeswehr geführt und mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet. Selbstwahrgenommene positive Veränderungen nach einem Auslandseinsatz stellen im Gegensatz zu negativen keine Ausnahme, sondern die Regel dar. Diese variierten interindividuell und betrafen Bereiche wie die eigene Persönlichkeit, soziale Beziehungen, Werte und berufsbezogene Kompetenzen. Seltener wurden parallel dazu auch gravierende negative Veränderungen berichtet. Der Großteil der positiven Veränderungen unterschied sich phänomenologisch und konzeptionell vom Konstrukt des posttraumatischen Wachstums; der Begriff Einsatzbedingter Benefit erscheint geeigneter. Weitere Studien sollten klären, ob und inwieweit einsatzbedingter Benefit gesundheitsfördernd wirken kann.

Summary:

Back from Afghanistan. Between posttraumatic growth and deployment-related benefit – A qualitative exploratory study on soldiers of the German Bundeswehr
Soldiers of the German Armed Forces are confronted with a variety of stressful and potentially traumatic events during their missions abroad. With reference to two conceptual constructs, Posttraumatic Growth and Benefit-Finding, this study investigates whether the changes experienced by soldiers after a mission to Afghanistan can also be positive in nature. Given the shortage of prior studies on the German Armed Forces, a qualitative exploratory study was designed specifically for the given research purposes. Eleven semi-structured one-to-one interviews were conducted with Afghanistan veterans belonging to the German Bundeswehr and the outcomes analysed via systematic content analysis. In contrast to negative changes, perceived positive changes after deployment are not the exception but the rule. They vary from individual to individual and are related to the following categories: self, social relationships, values, job-related skills. Less frequently, serious negative changes are reported simultaneously. Most positive changes differed phenomenologically and conceptually from the construct Posttraumatic Growth. The term Deployment-Related Benefit appears to be more apposite. Further research is needed to establish whether Deployment-Related Benefit can have a salutary effect on health.

Résumé:

Trauma & Gewalt Jahrgang 10, Heft 04, November 2016
broschiert
ISSN: 1863-7167

Autoren in dieser Ausgabe

Günter H. Seidler, Heide Glaesmer, Yuriy Nesterko, Pia Andreatta, Ines Ederer, Barbara Neudecker, Johanna Sommer, Freihart Regner, Gesine Friederike Seng, Anja Seiffert, Martin Daigger, Ines Geipel, Harald J. Freyberger,


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