Rudolf Dreikurs

Rudolf Dreikurs

Prof. Dr. Rudolf Dreikurs wurde 1897 in Wien geboren und starb 1972 in Chicago, wo er bis zu seinem Tod praktizierte. Er begann seine Laufbahn in Wien als Psychiater und steht in der Tradition der von Alfred Adler begründeten Individualpsychologie, die heute einen wichtigen Teil der ...

Prof. Dr. Rudolf Dreikurs wurde 1897 in Wien geboren und starb 1972 in Chicago, wo er bis zu seinem Tod praktizierte. Er begann seine Laufbahn in Wien als Psychiater und steht in der Tradition der von Alfred Adler begründeten Individualpsychologie, die heute einen wichtigen Teil der psychoanalytischen Theorie, der Psychotherapie sowie der Theorie und Praxis von Ehe- und Paarberatungen und besonders der Erziehungsberatung bildet.

Seine Werke gehören zu den Klassikern unter den Erziehungsratgebern. Sein erfolgreichstes Buch - »Kinder fordern uns heraus« - wurde 700.000 Mal verkauft.

Der Arzt und Psychologe Rudolf Dreikurs wurde am 8.2.1897 in Wien geboren, emigrierte 1937 in die USA, wo er eine Professur übernahm, und starb am 25.5.1972 in Chicago. Dreikurs war Schüler von Alfred Adler (1870-1937). Die von Adler gegründete Individualpsychologie ging aus der Auseinandersetzung mit Sigmund Freud (1856-1939) und dessen Psychoanalyse hervor und bildet bis heute einen wichtigen Teil der psychoanalytischen Theorie und Praxis. Dreikurs hat die psychologischen Überlegungen Adlers auf dem Gebiet der Pädagogik umgesetzt und damit Neuland betreten.
Rudolf Dreikurs - ein Pädagogikpionier - Ratlose Eltern vertrauen ihm seit 40 Jahren
Rudolf Dreikurs (1897-1972) war einer der großen Pioniere der Pädagogik. Millionen Kinder mehrerer Generationen wurden mit seiner Hilfe erzogen. Zu den Hauptwerken des von den Nationalsozialisten verfolgten Autors zählt der Erziehungsratgeber »Kinder fordern uns heraus. Wie erziehen wir sie zeitgemäß?«, den er 1964 gemeinsam mit Vicki Soltz veröffentlichte. Der Ratgeber hat sich den Ruf »Elternbibel« verdient: Allein im deutschsprachigen Raum wurden mehr als 600.000 Exemplare verkauft.
Bereits 1972 verstorben, gehört der Arzt und Psychologe Rudolf Dreikurs noch immer zu den am meisten nachgefragten Autoren der Pädagogik-Literatur. Warum haben seine Bücher bis heute nichts an Aktualität eingebüßt? Was ist das Besondere an seinen Ideen und Überlegungen?
Dreikurs war ein pragmatischer Denker, dem es vor allem um die Umsetzung hoher erzieherischer Ideale ging. Bereits 1921 führte er gemeinsam mit Alfred Adler Fallbesprechungen durch, an denen Lehrer und Familien teilnahmen. Er entwickelte die psychologischen Erkenntnisse seines Lehrers Alfred Adler auf dem Gebiet der Pädagogik weiter. Dreikurs' Überlegungen sind theoretisch unterfüttert, allgemein verständlich und in der Praxis leicht umsetzbar. Eltern, Erzieher und Lehrer können mit seinen Büchern gut arbeiten, und seine Themen sind auch heute noch aktuell.
Durchbruch in den 1960er-Jahren
In Deutschland breitete sich der revolutionäre Ansatz von Dreikurs mit dem gesellschaftlichen Umbruch in der zweiten Hälfte der 1960er-Jahre aus. Der »Stern« schrieb am 29. Juni 1967 über das damals bei Klett-Cotta erschienene Buch »Kinderfordern uns heraus«: Es ist »eine unschätzbare Hilfe für ratlose Eltern; für gequälte Mütter und gereizte Väter. Und nach Ansicht vieler Lehrer eine Grundlage für eine neue Erziehungsmethode, die der Wandlung unserer sozialen und gesellschaftlichen Struktur Rechnung trägt.« Ein Blick in die Leserrezensionen der Online-Buchhandlungen zeigt, dass sich an diesem Urteil bis heute nichts geändert hat. Dies liegt auch daran, dass die Longseller vom Klett-Cotta Verlag regelmäßig überarbeitet werden. Zu den Hauptwerken von Dreikurs gehören folgende vier Titel:
»Kinder fordern uns heraus«
Mit seinem 1964 in den USA (dt. 1966) gemeinsam mit Vicki Soltz veröffentlichten Erziehungsratgeber ermutigt Dreikurs Eltern und Lehrer, weniger Einfluss auszuüben und Kindern und Jugendlichen mehr Autonomie zuzubilligen. »Aus den Konsequenzen lernen«, so lautet das Schlagwort. Kinder sollen die Folgen ihres Handelns selbst spüren, weil sie - so die These - nur auf diese Weise lernen, vorher über ihr Tun nachzudenken.
»Familienrat«
Im »Familienrat«, dessen erste deutsche Ausgabe 1977 (engl. 1974) bei Klett-Cotta erschien, führt Dreikurs in Verhaltensweisen ein, die helfen, Spannungen und Konflikte innerhalb von Familien zu lösen, und geht der Frage nach, ob so etwas wie eine »praktizierte Demokratie«, also eine Gleichberechtigung aller Familienmitglieder, möglich ist. Das Buch, das im Frühjahr 2003 ebenfalls in einer aktualisierten Auflage erschienen ist, leitet Schritt für Schritt zur praktischen Einübung in diese Form des Familienlebens an. Erfolgsautoren wie Thomas Gordon (»Familienkonferenz«), Ruth Cohn (»Themenzentrierte Interaktion«) oder Friedmann Schultz von Thun (»Miteinander reden«) stützen sich stark auf die in diesem Ratgeber entwickelten Ideen von Dreikurs.
»Psychologie im Klassenzimmer«
Was kann ein Lehrer tun, um demotivierte, vernachlässigte oder durch Verwöhnung überforderte Kinder in die Klassenordnung einzugliedern? An die Stelle von Druck, Bestrafung und Belohnung treten Erziehungsmethoden, die natürlich wirkende, arrangierte logische Folgen, die jedes Kind akzeptieren kann, in den Vordergrund stellen. Die gezielte Anwendung von psychologischen und gruppendynamischen Methoden helfen, in der Klasse Ruhe und Ordnung zu halten.
Dieses Vorgehen schildert Dreikurs in seinem soeben neu aufgelegten Ratgeber. Die amerikanische Originalausgabe erschien 1957, die deutsche Erstausgabe 1973 im Ernst Klett Verlag.
»Grundbegriffe der Individualpsychologie«
Fachleute schätzen dieses inzwischen in 10. Auflage bei Klett-Cotta vorliegende Werk. Zur 1933 erschienenen ersten Auflage hatte Alfred Adler das Vorwort geschrieben. Noch bevor die Erstauflage verkauft werden konnte, wurde das Buch verboten und von den Nazis verbrannt. Erst 1968 erschien - damals noch im Ernst Klett Verlag - eine von Dreikurs überarbeitete Auflage auf Deutsch. Das Buch ist 70 Jahre nach Veröffentlichung der Erstausgabe immer noch ein beliebtes Grundlagenwerk.
Auch in den USA weiterhin ein Bestseller
Die Dreikurs-Begeisterung ist nicht nur ein deutsches Phänomen: Selbst auf dem schnelllebigen US-Buchmarkt gilt der Pädagogikpapst der 68er-Generation bis heute als Instanz: Die Online-Buchhandlung Amazon.com zählt die US-Ausgabe von »Kinder fordern uns heraus« zu ihren 5000 bestverkäuflichen Titeln. Auch in der Zeitung »The Jerusalem Post« wurden im Juni 1999 unter der Überschrift.»Dreikurs: Eltern schwören auf den Klassiker« ausführlich die Erziehungsgrundsätze des Wiener Pädagogen vorgestellt. Beide Beispiele zeigen, wie aktuell Dreikurs-Ratgeber heute weltweit sind.

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