Mein Kind lernt Lernen

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Schritt für Schritt zum leichteren Umgang mit Hausaufgaben

Was kann ich tun, wenn mein Kind keine Lust zum Lernen hat?
Dieses Praxisbuch richtet sich an alle Eltern, die ihre Kinder zum selbstständigen Lernen anleiten wollen. Besonders großer Wert wird auf die einfache Umsetzbarkeit einzelner Themen gelegt. Deshalb ist das Buch mit vielen ausgearbeiteten Tipps, Anregungen und Materialien versehen, die zum Nachmachen und Selbermachen anregen.

Wie kann ich mein Kind unterstützen, wenn es Lernen lernt? Wie kann ich mein Kind fördern, damit es die Hausaufgaben selbstständig macht und das Thema Hausaufgaben nicht dauernd dem Tatbestand des Hausfriedensbruchs verdächtig nahe kommt?

Aufgaben für Eltern, Kinder und Jugendliche zeigen, wie's geht. Fallbeispiele, Übungen und Aufgaben runden das Praxisbuch ab. Es hilft im Alltag familiären Frust und operative Situationshektik dauerhaft zu überwinden.

Autorinnen und Autor verbinden ihre langjährige Erfahrung zur Praxis des Lernen, z. B. um besonders »hartnäckigen« Schülern das Bearbeiten der Hausaufgaben zu vermitteln.

Die 8 Kapitel im Überblick
- Kleine Schülerpsychologie für Eltern
- Welche Lern-Ziele haben Eltern, welche Schüler?
- Emotion und Motivation - das A und O beim Lernen
- Probleme: Aufschieberitis, Computeritis, Telefonitis ...
- Welche »Strategien« einsetzen?
- Was kann verbessert werden?
- »Lernunterstützer«: Lob, Belohnung, Konsequenzen
- Was tun, wenn sich der Erfolg nicht (sofort) einstellt?
- Tipps auf einen Blick, Arbeitsblätter für die Schüler

Inhaltsverzeichnis

Vorwort ...
... an die Eltern
... an die Schüler
Kapitel 1: Einführung und Grundlagen
Hausaufgaben als permanenter Hausfriedensbruch oder Schwierigkeiten mit dem Lernen
Welche Erwartungen habe ich an das Buch?
Welche Rolle spielen die Eltern?
Vorstellung der Familie Schlumpeter
Das Lerntagebuch - Wie kann ich das Lernen strukturieren?
Lerntagebuch
Eltern als Vorbilder für ihre Kinder?
Ein klarer Rahmen - Woher nehmen und nicht stehlen?
Das Geheimnis des »aktiven Zuhörens«
Lernkarte für die Themen »Ordnung, Planung und Gewohnheiten«
Ein erstes Resümee
Eltern-Kind-Aufgaben : Selbstreflexion, aktives Zuhören und Struktur vermitteln
Kapitel 2: Vor dem Lernen - Bevor es richtig losgeht
Ziele der Eltern
Welche Ziele haben Kinder?
Verträge fürs Lernen?
Lern-Vertrag
Lernkarten für die Themen »Ziele und Planung«
Resümee zum Thema Ziele
Eltern-Kind-Aufgaben : Ziele, Planen mit Lernkarten und ein kleines Experiment
Kapitel 3: Während des Lernens - Mitten drin
Anfangen und dranbleiben
»Aller Anfang ist schwer ...«
Welchen Sinn haben Hausaufgaben?
Wie kann ich mich selbst motivieren?
Tipps von Schülern für Schüler
»Ich kann mich heute einfach nicht konzentrieren!«
Welche Abschnitte gibt es bei der Bearbeitung der Hausaufgaben?
Lernkarten für das Thema »Während des Lernens«
Resümee zum Thema »Während des Lernens«
Eltern-Kind-Aufgaben : Sinn von Hausaufgaben, Einteilen, Ablenker, Entspannung und Konzentration
Kapitel 4: Nach dem Lernen ist vor dem Lernen
Wenn es mal nicht so klappt - der richtige Umgang mit Fehlern
Lernergebnisse: »Mit wem vergleiche ich mich?«
Suche nach Ursachen
Die eigenen Stärken stärken
Lernkarten zum Thema »Nach dem Lernen«
Resümee für das Thema »Nach dem Lernen«
Eltern-Kind-Aufgaben : Motivation und mit Misserfolg umgehen
Kapitel 5: Bilanz ziehen - Die Analyse folgt
Wie kann ich mein Lernen analysieren?
Welche Strategien funktionieren und welche nicht?
Lob: »Das hast du gut gemacht!«
Anmerkungen zum Thema »Belohnung«
Was ist zum Thema »Strafen« wichtig?
Was steckt hinter »Ich-Botschaften«?
Resümee zum Thema »Bilanz ziehen«
Eltern-Kind-Aufgaben : Ich-Botschaften, Konsequenz, Belohnung und Bestrafung
Kapitel 6: Gefühle, Motivation und Lernen - Durch alle Höhen und Tiefen
»Wer etwas schaffen will, muss fröhlich sein!«
Gefühle und Lernen
Wie hängen Motivation und Lernerfolg zusammen?
Lernkarte zum Thema »Stoppschild«
Resümee der Themen »Gefühle, Motivation und Lernen«
Eltern-Kind-Aufgaben : Entspannungs-, Konzentrationsübung, Gedankenstopp und positives Umformulieren
Kapitel 7: Wenn es nicht gleich klappt - Dranbleiben
Ungeduldige Eltern und Kinder?
Wie kann ich über mein eigenes Vorgehen nachdenken?
Was sind Fehlerprotokolle?
Dem Fehler auf der Spur
Wie kann ich Ergebnisse bewerten?
Wann ist es sinnvoll, seine Ziele und
Strategien zu ändern?
Lernkarten zu den Themen »Strategie« und »Zielprüfung«
Resümee - wenn es nicht gleich klappt!
Eltern-Kind-Aufgaben : Wasserumfüll-Aufgabe und Fehlerprotokoll
Kapitel 8: Zusammenfassung und Resümee - Fast Fertig!
Sind Ihre Erwartungen erfüllt?
Wiederholung und Zusammenfassung
Anhang
Elterntagebuch
Schülertagebuch
Lernkarte: Ordnung, Planung, Gewohnheiten
Lern-Vertrag
Lernkarte: Zielsetzung
Lernkarte: Planung
Lernkarte: Was muss ich tun, um ans Ziel zu kommen?
Lernkarte: Wer oder was kann mir helfen?
Lernkarte: »Was kann ich tun, wenn Hindernisse auftauchen?«
Lernkarte: Bin ich zufrieden?
Gedankenstopp
Lernkarte: Stopp-Schild
Dem Fehler auf der Spur
Lernkarte: Ich habe mein Ziel erreicht
Lernkarte: Ich habe mein Ziel nicht erreicht
Dank
Literatur
Über die Autoren

Leseprobe

Warum ist es wichtig, Lernen zu lernen?
Im Idealfall macht es Ihrem Kind viel Spaß, neuen Stoff zu lernen und in die Schule zu gehen, auch wenn erfolgreiches Lernen mit Anstrengung verbunden ist. Für die Freude am Lernen sind allerdings Erfolgserlebnisse sehr wichtig, die wir uns durch den Einsatz der richtigen Strategien schneller und leichter erarbeiten können. Je mehr Erfolgserfahrungen Ihr Kind macht, desto stärker wird sein Vertrauen in seine eigene Fähigkeiten, was wiederum die Freude am Lernen erhöht. Ihr Kind lernt dann nicht mehr nur, weil es von außen dazu gezwungen wird, sondern weil es das selbst möchte.
Bevor wir mit den praktischen Übungen beginnen, stellen wir Ihnen in einigen theoretischen Vorbemerkungen die Grundlagen vor, auf denen unser Konzept beruht: Das Modell der Selbstregulation.
Planen , umsetzen, überprüfen - das Selbstregulationsmodell
Ihr Kind lernt, es macht seine Hausaufgaben - dies ist kein einmaliges Ereignis, sondern eine Tätigkeit, die sich regelmäßig, Tag für Tag, wiederholt. Wir können daher das Lernen als einen Verlauf betrachten, bei dem sich Erfahrungen, die Ihr Kind mit dem Lernen und den Hausaufgaben in der Vergangenheit gemacht hat, auf sein weiteres Vorgehen auswirken. Jeder kennt das: Wenn uns nach einer Anstrengung etwas gelungen ist, dann fällt uns das Weitermachen leichter als nach einem Fehlschlag; wenn Ihr Kind eine Mathematikaufgabe richtig gelöst hat, dann ist es motivierter, eine weitere Aufgabe zu bearbeiten, als wenn nach langen, verzweifelten Versuchen die Lösung falsch ist oder gar nicht gefunden werden konnte. Und natürlich setzt sich das auch am nächsten Tag fort: Die Erinnerung an die Mühe des gestrigen Tages oder aber an die Freude, die mit dem Finden der Lösung verbunden war, prägt die Art und Weise, wie an die neuen Aufgaben herangegangen wird, sie verringert oder erhöht also die Motivation Ihres Kindes.
Um Hausaufgaben oder auch die Vorbereitung auf eine Klassenarbeit erfolgreich zu bewältigen, gibt es verschiedene Wege. Wir beziehen uns in diesem Buch auf das Selbstregulationsmodell des Psychologieprofessors Bernhard Schmitz , der sich mit der Frage beschäftigt, wie Schüler selbstständig lernen können. Er teilt Lernen in drei Abschnitte ein: »Vor dem Lernen«, »Während des Lernens« und »Nach dem Lernen«. Die drei Abschnitte wollen wir Ihnen im Folgenden kurz vorstellen. Allgemeine Strategien, die für den jeweiligen Abschnitt bedeutsam sind, werden wir hier bereits kurz vorstellen, um sie dann in den späteren Kapiteln zu vertiefen. Solche allgemeinen Strategien können etwa Strategien zur Förderung der Konzentration sein. Gleichzeitig übertragen wir die allgemeinen Strategien beispielhaft auf Mathematik-Aufgaben , denn auch hier lässt sich dieses Schema anwenden.
Warum beginnt Lernen schon »vor dem Lernen«?
Die Selbstregulation spielt bereits bei der Vorbereitung eine wichtige Rolle, denn ohne eine präzise Vorstellung dessen, was wir erreichen wollen und welche Mittel uns dafür zur Verfügung stehen, haben wir nur eine ungefähre Ahnung von dem, was zu tun ist, was der Lernmotivation im Weg steht.
Allgemeine Strategien: Ziele setzen und Planen
Am Anfang steht die Zielsetzung: Ihr Kind soll lernen, sich aus verschiedenen Möglichkeiten ein Ziel auszuwählen, was im Zusammenhang mit den Hausaufgaben meistens bedeuten wird, dass es sich entscheidet, welche Aufgaben es zuerst bearbeitet.
Nachdem es ein Ziel ausgewählt hat, kann es den Weg bis zum Ziel planen. Dafür kann es sich auch einzelne kleine Schritte überlegen, die es zum Ziel führen. In diesem Abschnitt empfiehlt es sich etwa, eine große Aufgabe in mehrere Unteraufgaben aufzuteilen.
Mathematik-Strategien : Skizze, Selektion und Überschlag
Die Zielsetzung bei einer Mathematikaufgabe ist relativ klar - es geht darum, für eine Aufgabe die richtige Lösung zu finden. Für die konkrete Planung hilft es, wenn sich Ihr Kind eine Skizze anfertigt, sich also die Aufgabe anschaulich in Form einer Zeichnung vor Augen führt. Dann ist es ratsam, die wichtigen von den unwichtigen Informationen zu scheiden - wichtige Angaben etwa herauszuschreiben oder zu markieren. Schließlich sollte, wenn möglich, mittels einer Überschlagsrechnung das ungefähre Ergebnis berechnet werden, wofür zunächst die Zahlen vereinfacht werden (beispielsweise kann vor der Berechnung der Aufgabe 21 × 38 zunächst 20 × 40 berechnet werden, um eine ungefähre Vorstellung vom Ergebnis zu erhalten).
Was ist »während des Lernens« wichtig?
Während des Lernens ist es wichtig, immer die Ziele im Auge zu behalten. So können Sie und auch Ihr Kind überprüfen, ob durch das Lernen die Ziele in greifbare Nähe rücken. Außerdem ist es hilfreich, wenn sich Ihr Kind selbst motivieren kann, wenn es mal keine Lust hat.
Allgemeine Strategien: Motivation und Willensstärke In diesem zweiten Abschnitt der Selbstregulation geht es um das eigentliche Lernen: darum, dass sich Ihr Kind auf die Aufgabe konzentriert und dass es seinen Willen bei der Bearbeitung einsetzt, damit es das Angefangene auch bis zum Ziel durchhält. Wichtige Bestandteile dieses zweiten Abschnitts sind die aufgewendete aktive Lernzeit - die Zeit, in der Ihr Kind tatsächlich gelernt hat - und die verwendeten Lernstrategien. Während des Lernens ist es hilfreich, sich selbst zu beobachten und die eigenen Strategien zu überwachen. Wenn Ihr Kind etwa nicht wie gewünscht vorankommt, dann sollte es (gegebenenfalls gemeinsam mit Ihnen) überlegen, was verändert werden kann, um das Ziel besser zu erreichen. So kann Ihr Kind die angewandte Strategie verändern, wenn es bemerkt, nicht wie gewünscht voranzukommen. Ebenso wichtig ist die Fähigkeit, sich selbst zu motivieren, also weiterzumachen, bis das Ziel erreicht ist, und nicht auf halbem Weg aufzuhören.
Während dieses Abschnitts spielt Motivation eine wichtige Rolle:
Was bedeutet der Begriff Motivation?
Motivation beschreibt Beweggründe, die unsere Handlungen beeinflussen. Motivation wirkt sich auf den Inhalt aus (was tue ich), auf die Zielrichtung (wohin möchte ich) und auf die Intensität (wie stark ist mein Einsatz). Je wichtiger mir das Ziel ist, und je optimistischer ich bin im Hinblick auf seine Erreichbarkeit, desto größer wird die Motivation sein. [...]
Klett-Cotta Kinder fordern uns heraus
1. Aufl. 2008, 192 Seiten, broschiert, zweifarbiger Druck
ISBN: 978-3-608-94456-3

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Susanne Miethner studierte Psychologie an der Universität Freiburg und promovierte an der TU-Darmstadt. Forschungsschwerpunkt: Selbstreguliertes ...

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Michaela Schmidt, geb. 1976, ist ausgebildete Kinderpflegerin, studierte Psychologie an der TU Darmstadt und ist dort seit Ende 2005 ...

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