Gebhardt: Handbuch der deutschen Geschichte. Band 22

Deutschland unter alliierter Besatzung 1945 - 1949, Die DDR 1949 - 1990
Buchdeckel „978-3-608-60022-3

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Dieser Band bietet eine moderne Darstellung der Nachkriegszeit und der vier Jahrzehnte dauernden Geschichte der DDR. Nach der Kapitulation wurde Deutschland von den vier Mächten in Zonen geteilt und gemeinsam verwaltet. Aus den Entscheidungen gingen bis zum Oktober 1949 die Bundesrepublik und die DDR hervor.

Die 40-jährige DDR-Geschichte war keine Erfolgsgeschichte. Aber sie war eben auch nicht nur Parteigeschichte. In der Darstellung des Verhältnisses von Politik und Gesellschaft werden Machtstrukturen und Abhängigkeiten deutlich wie der anhaltende sowjetische Einfluss sowie die Bedeutung politischer Repression. Verständlich werden damit auch die Werte, Erfahrungen und Traditionen, die die Bürger in diesem Teil Deutschlands geprägt haben.

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Inhaltsverzeichnis

Zur 10. Auflage des Gebhardt
Vorwort zu diesem Band
Verzeichnis der Abkürzungen
Allgemeine Quellen und Literatur (1918-2000) zu den Bänden 18-23
Abschnitt VI
Deutschland unter alliierter Besatzung 1945-1949
Wolfgang Benz
Quellen und Literatur
§ 1 Stand und Kontroversen der Forschung
§ 2 Kriegsziele und Deutschlandpolitik der Alliierten
§ 3 Errichtung der Besatzungsherrschaft
§ 4 Neubeginn politischen Lebens: Parteien und Gewerkschaften
§ 5 Soziale und ökonomische Determinanten
§ 6 Reparationsproblem und Demontageprogramm
§ 7 Ahndung der NS-Verbrechen
§ 8 Demokratisierung durch Entnazifizierung und Erziehung
§ 9 Kultur- und Medienpolitik
§ 10 Kalter Krieg und deutsche Frage .
§ 11 Währungsreform und Marktwirtschaft
§ 12 Auf dem Weg zum Weststaat: Die Bizone 1948-1949
§ 13 Die Teilung Berlins
§ 14 Die Gründung der Bundesrepublik Deutschland
§ 15 Die Gründung der DDR
Abschnitt VII
Die DDR 1949-1990
Michael F. Scholz
Quellen und Literatur
§ 1 Stand und Kontroversen der Forschung
A. Zwischen Konstituierung und Krise:
Die Errichtung des »sozialistischen« Staates als Revolution von oben und außen (1949-1955)
§ 2 Die Gründung der Deutschen Demokratischen Republik im Kalkül der sowjetischen Deutschlandpolitik
§ 3 Die politischen Umwälzungen
§ 4 Die Umwälzung der Sozial- und Wirtschaftsordnung .
§ 5 Die kulturpolitischen Umwälzungen
§ 6 Der Volksaufstand vom 17. Juni 1953
§ 7 Zusammenfassung
B. Der Ausbau des neuen Systems bis zum Mauerbau (1955-1961)
§ 8 Der XX. KPdSU-Parteitag und die steckengebliebene Entstalinisierung in der DDR
§ 9 Der Ausbau der SED-Diktatur
§ 10 Die Sozial- und Wirtschaftspolitik
§ 11 Die Kultur- und Wissenschaftspolitik
§ 12 Die Anerkennungspolitik wird Kernstück der DDR-Außenpolitik
§ 13 Der Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961
§ 14 Zusammenfassung
C. Die inneren und äußeren Grenzen von Stabilisierung und Modernisierung (1961-1970)
§ 15 Ulbrichts Reformpolitik im Schatten der Mauer
§ 16 Wirtschaftsreform und Modernisierung
§ 17 Aufbruchstimmung in Kultur und Gesellschaft
§ 18 Die Reformen im Strudel des Moskauer Machtwechsels
§ 19 Die Außen- und Deutschlandpolitik
D. »Der real existierende Sozialismus« (1971-1980)
§ 20 Machtwechsel - Kontinuität und Wandel
§ 21 Auf Liberalisierungskurs
§ 22 Die krisenhafte Entwicklung ab Mitte der siebziger Jahre
§ 23 Der internationale Durchbruch
E. Zeit des Niedergangs (1981-1990)
§ 24 Der Neustart des Kalten Krieges und das Zerwürfnis mit der UdSSR
§ 25 Die gesamtgesellschaftliche Krise der DDR
§ 26 Opposition und Widerstand
§ 27 Das Ende der SED-Herrschaft
§ 28 Die Vollendung der deutschen Einheit
Anhang
Zeittafel (1945-1990)
Verzeichnis der Karten, Abbildungen und
Tabellen (1945-1990)
Karten, Abbildungen und Tabellen (1945-1990)
Orts- und Sachregister
Personenregister

Leseprobe

VORWORT ZU DIESEM BAND
Zwei abgeschlossene Abschnitte deutscher Geschichte im 20. Jahrhundert sind Gegenstand dieses Bandes. In der Zeit des unmittelbaren Besatzungsregimes 1945 bis 1949, als Deutschland nur ein geographischer Begriff war, dessen Territorium auch nicht mehr dem vom Nationalsozialismus zugrunde gerichteten Deutschen Reich entsprach, das von den vier alliierten Mächten in Zonen geteilt gemeinsam regiert wurde, fielen Entscheidungen, die unsere Staats- und Gesellschaftsordnung bis in die Gegenwart prägen.
Auf ganz unterschiedlichen und zunächst nicht korrespondierenden Aktionsfeldern agierten die alliierten Inhaber der Macht im Kontrollrat und an der Spitze der einzelnen Zonen, die deutschen Auftragnehmer waren politisch auf die Länder bzw. Zonenebenen beschränkt. Mit der Deutschen Wirtschaftskommission in der sowjetischen Zone, dem Länderrat der US-Zone, dem Zonenbeirat der britischen Zone gab es dann Foren deutscher Politik unter alliierter Aufsicht, schließlich waren im Westen überzonale Gremien wie der Wirtschaftsrat in Frankfurt am Main und der Parlamentarische Rat in Bonn tätig. Die Zeit der Besatzungsherrschaft ist charakterisiert vor allem durch die Prozesse gegen die nationalsozialistischen Hauptverantwortlichen, durch die Entnazifizierung, durch Entmilitarisierung und Demontagen der Industrie, aber auch durch Anstrengungen zur Demokratisierung. Am Ende stand die Gründung zweier deutscher Staaten, der Bundesrepublik Deutschland im September und der Deutschen Demokratischen Republik im Oktober 1949.
Die Geschichte der DDR dauerte vier Jahrzehnte und endete mit dem wirtschaftlichen und moralischen Zusammenbruch eines Systems, das sich als Alternative zum Weststaat begriffen und in enger Anlehnung an die Sowjetunion entwickelt hatte. Die Gründung der DDR ist als Reaktion auf äußere Konstellationen zu verstehen, zugleich als Revolution, als soziale, ökonomische, politische und kulturelle Umwälzung: Das Patronat der Sowjetunion bestimmte die Entwicklung ebenso wie die Konkurrenz zur Bundesrepublik und der moralische Anspruch, ein besseres Deutschland im antifaschistischen Staat zu verkörpern. Die erste Phase der DDR-Geschichte endete mit dem Volksaufstand 1953, der die mangelnde Legitimation schmerzhaft deutlich machte. Die zweite Phase, ebenso durch fragmentarische Entstalinisierung wie durch den Ausbau der SED-Diktatur charakterisiert, stand im Zeichen des Ringens um internationale Anerkennung und endete 1961 mit dem Bau der Berliner Mauer. Reformen und Modernisierung bestimmten die dritte Phase in den 60er Jahren. Mit dem Machtwechsel von Ulbricht zu Honecker begann die Zeit des »real existierenden Sozialismus« (1971-1980) und der Klärung der Beziehungen zur Bundesrepublik, gefolgt von der außenpolitischen Anerkennung der DDR.
Die Krise des kommunistischen Systems, das Wiederaufleben des Kalten Krieges, die Differenzen mit Moskau leiteten dann den Niedergang ein, der 1989 in den Zusammenbruch der DDR durch die unblutige Revolution seiner Bürger mündete und den Weg zur Wiederherstellung der 1945 verlorenen Einheit der Deutschen Nation freimachte.
Wolfgang Benz · Michael F. Scholz
Miriam Bistrovic danke ich sehr herzlich für die Mitarbeit am Teil »Deutschland unter alliierter Besatzung 1945-1949«. Sie hat die Bibliographie selbständig erstellt und mich bei den Recherchen tatkräftig unterstützt.
Wolfgang Benz
»Letztendlich ist der Gebhardt nach wie vor ein unverzichtbares Werk für den interessierten Leser und Wissenschaftler. Hervorzuheben ist die Tatsache, daß sozial- und gesellschaftgeschichtliche Phänomene in die politischen Vorgänge integriert sind und das jeweilige Bild des behandelten Abschnitts komplettieren. Damit wird der Gebhardt seinem Anspruch auch gerecht, nicht nur die politische Geschichte als Chronologie wiederzugeben, sondern vor allem die historischen Ereignisse aus verschiedenen Blickwinkeln und Teilaspekten zu betrachten, wodurch die Eindimensionalität anderer historiographischer Werke vermieden wird.«
Alexander Meetz, Das Historisch-Politische Buch, 04/2011
Klett-Cotta
10. Aufl. 2009, 728 Seiten, Leinen mit eingelassenem Titelschild, Fadenheftung, Lesebändchen, ausführlichem Anhang mit Zeittafel, Tabellen und Karten, Orts- und Sachregister, Personenregister (686 S. + XLII S.)
ISBN: 978-3-608-60022-3

Wolfgang Benz

Wolfgang Benz, geboren 1941 in Ellwangen, studierte Geschichte, Politische Wissenschaft und Kunstgeschichte und leitet seit 1990 das Zentrum für ...

Michael F. Scholz

Michael F. Scholz, geboren 1958, Professor für die Geschichte der Neuesten Zeit an der Gotland University (Schweden). Promotion 1990, Habilitation 199 ...

Wolfgang Benz

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