Berittener Bogenschütze

Buchdeckel „978-3-608-95420-3
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Der »Berittene Bogenschütze« ist die Geschichte einer Entwicklung, einer Erkenntnisreise durch die Landschaften unseres Alltags und einer schließlichen Verwandlung. Matthias Roth, ein Dozent für Literatur, der mit einer Leidenschaft beschäftigt ist: Mit der Erkenntnis, die sich ihm durch die Lektüre der Werke Joseph Conrads bestätigt, daß das große Gefühl sich nicht durchhalten läßt, daß Leere herrscht im Innern des Begehrens, beginnt der Roman.

Der führt uns in ein Ensemble von Figuren, deren Geschichten und Erfahrungsmuster wir mit der wirklichkeitssüchtigen Sensibilität Matthias Roths nacherleben: Da ist die Zimmerwirtin, deren pralle Geschichten die Zubereitung gleichfalls eindrucksvoller Gerichte begleiten, und das Pärchen im Nebenzimmer, das sich einprägt durch das Hörbild seiner Geräusche; da ist Marianne und die Choreographie ihrer Abgänge nach gemeinsam verbrachter Nacht - doch nicht um Beziehungen, sondern um die unabsehbare Masse der trivialen, mit detailversessener, gieriger Intensität beobachteten Momente des Alltags geht es Roth. Er treibt zu auf eine Wahrnehmungsweise, die die Fülle der Einzelheiten durchbricht und die Topographie des Realen weit hinaus verlegt: »Er mußte sich von jetzt an selbst durchschlagen an eine unbekannte Küste ... Alles war nur eine Sache zwischen ihm und den Gegenständen.« Auf einer Reise dann tritt der Augenblick ein, in dem Matthias Roths Blick auf die Welt sich verändert: der Anrufung der Realität schlägt ein tausendfaches Echo entgegen, der verborgene Schimmer der Dinge leuchtet auf.

Eine unangestrengte, nicht nachlassende Energie des Vorstellens und Benennens ist hier am Werk, die den Zusammenhang unserer Lebenswirklichkeit mit bezwingender Intensität durchdringt und steigert.

Brigitte Kronauer hat mit diesem Roman, in dem der Held Kontur gewinnt durch seine sich wandelnde Betrachtungsweise der Dinge, einen Höhepunkt ihrer Erzählkunst erreicht.

»Eine außerordentliche Schriftstellerin, ein realistischer und dennoch emphatischer, ein großer Roman. Lesen bedeutet in seinem Fall: eine wirklich neue, die eigene alltägliche Gegenwart erhellende Erfahrung zu machen. Ein Bedürfnis, das den neuen Mythomanen und Mystifikatoren nur Medium ist für durchsichtige Posen,, ist hier mit seiner Verwirklichung in der Realität selbst realistisch und doch überwältigend sichtbar gemacht.«
Heinrich Vormweg (Süddeutsche Zeitung, 04.12.1986)

»Ein Roman über das Leben mit der Kunst, der alles ist: voller Leben, Gegenwart, direkt, komisch, sinnlich, Kaufhäuser durchquerend und Sperrmüllstraßen, Säuferhöhlen, Kleinbürgerstuben, Museen, Universitäten, ländliche Idyllen - und ein radikal künstliches Gebilde, das durchkalkuliert ist bis in den letzten schönen Satz, so etwas wie flüssige Mathematik.«
Sibylle Cramer (Frankfurter Rundschau, 01.10.1986)
Klett-Cotta Roman
5. Aufl. 1995, 417 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-95420-3
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Brigitte Kronauer

Brigitte Kronauer, 1940 in Essen geboren, lebte als freie Schriftstellerin in Hamburg. Ihr schriftstellerisches Werk wurde unter anderem mit dem ...

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