Wir sind die Macht

Die bewegende Autobiographie der Friedensnobelpreisträgerin
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»Leymah R. Gbowee führte Liberia aus der Dunkelheit heraus.«
Ellen Johnson Sirleaf, Präsidentin von Liberia

Erfolgreicher weiblicher Widerstand: Liberias Frauen versammelten sich auf den Marktplätzen zum Gebet und schreckten auch vor militanteren Formen zivilen Ungehorsams nicht zurück, um den Diktator Charles Taylor aus dem Amt zu treiben. Dieses sehr persönliche Buch berichtet aber auch von den Kämpfen einer alleinerziehenden Mutter zwischen Familie und Beruf. Gbowee macht Frauen Mut, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen, und zeigt, dass es möglich ist, die Geschichte zu verändern.
Leymah R. Gbowee ist der Kopf und das Herz der afrikanischen Frauenfriedensbewegung. In entwaffnender Offenheit erzählt die Friedensnobelpreisträgerin, wie sie zur Frauen- und Friedensaktivistin wurde: Als der 14 Jahre währende Bürgerkrieg in Liberia ausbricht, will die 17-Jährige Kinderärztin werden. Stattdessen schlittert sie im Bürgerkriegschaos in eine von sexueller Gewalt geprägte Beziehung und hat sechs Jahre später vier Kinder, keine Ausbildung und keine Ziele mehr. Über ein Praktikum als Streetworkerin mit Kindersoldaten erwacht sie endlich aus ihrer Lethargie und nimmt ihr Leben selbst in die Hand. Nun wird sie im Wortsinn zur Powerfrau, die sich und andere die Befreiung aus den Gewaltstrukturen lehrt und die Beteiligung von Frauen am politischen Leben einfordert.

>> Erste Eindrücke unserer Leser

>> »Drei erste Seiten«, gelesen von Svenja Pages

>> Zum Video mit Leymah Gbowee im 3sat in der 3satbuchzeit.
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Inhaltsverzeichnis



Leseprobe
»Ich möchte, dass Sie meiner Geschichte zuhören.« Leymah R. Gbowee

Die meisten modernen Kriegsgeschichten ähneln einander - nicht so sehr, weil die Umstände vergleichbar wären, sondern weil sie auf die selbe Weise erzählt werden. Es werden Anführer gezeigt, die optimistisch einen Sieg prognostizieren. Diplomaten geben wohlformulierte Statements ab. Und die Kämpfenden - es sind immer Männer - prahlen mit ihren Taten, brüllen Siegesparolen und ballern mit ihren Gewehren in die Luft. In meinem Land war es nicht anders. In den Jahren, in denen der Bürgerkrieg Liberia zerriss, kamen häufig ausländische Reporter, um über den Alptraum zu berichten. Lesen Sie die Artikel. Schauen Sie sich die Filmaufnahmen an. Es geht ausschließlich um die Macht der Zerstörung. Junge Burschen mit nacktem Oberkörper, zu Fuß oder auf Pickup Trucks, feuern Maschinen gewehre ab, führen in zerstörten Städten ekstatische Tänze auf, sammeln sich um eine Leiche oder halten das blutende Herz eines Opfers in die Luft. Ein junger Mann mit Sonnenbrille und rotem Barett schaut cool in die Kamera: »Wir bringen euch um, wir fressen euch auf.« Und dann schauen Sie sich die Berichte noch einmal an, aber sehen Sie genauer hin: Achten Sie jetzt auf den Hintergrund, denn dort finden Sie die Frauen. Sie werden uns fliehen sehen, weinen, vor den Gräbern unserer Kinder knien. Unser Leiden ist lediglich eine Fußnote zur eigentlichen Geschichte; wenn wir vorkommen, dann aus Gründen des »human interest« - um die im Zentrum stehenden Kriegsgeschichten emotional zu unterfüttern. Bei afrikanischen Frauen ist die Wahrscheinlichkeit besonders groß, dass wir an den Rand gedrängt und lediglich als pathetische Zeichen von Hoffnungs losigkeit vorgeführt werden, mit zerrissenen Kleidern und hängenden Brüsten: Opfer. An dieses Bild von uns ist die Welt gewöhnt, und dieses Bild verkauft sich.

Fast niemand berichtete aus Liberia über die andere Seite des Lebens im Krieg: Wie Frauen ihre Männer und Söhne versteckten vor den Soldaten, die nach ihnen suchten, um sie zu rekrutieren oder umzubringen. Wie sie mitten durch das Chaos kilometerweit zu Fuß gingen, um Essen und Wasser für ihre Familien zu organisieren wie sie mit ihrem alltäglichen Leben weitermachten, damit nach dem Krieg, wenn der Frieden zurückkehrte, noch etwas da war, auf dem sie aufbauen konnten. Und wie sie im schwesterlichen Zusammenhalt Stärke fanden und im Namen aller Liberianer, Männer wie Frauen, für den Frieden eintraten. Dieses Buch ist keine Kriegsgeschichte im üblichen Sinn. Es handelt von einer Frauen armee in Weiß, die aufstand, als keiner sonst es tat - ohne Furcht, denn das Äußerste dessen, was noch erträglich ist, hatten wir Frauen schon hinter uns. Es handelt davon, wie wir zu der moralischen Klarheit, Beharrlichkeit und Tapferkeit fanden, die uns die Kraft gab, unsere Stimmen gegen den Krieg zu erheben und unser Land wieder zur Vernunft zu bringen. Es ist eine Geschichte, die Sie noch nicht kennen, denn sie handelt von einer afrikanischen Frau, und unsere Geschichten werden nur selten erzählt. Ich möchte, dass Sie meiner Geschichte zuhören.
»In ihrer Autobiografie gelingt es ihr, ihren persönlichen und politischen Befreiungskampf so zu erzählen, dass man ihn nachvollziehen kann. Seine Tiefpunkte und Triumphe schildert Gbowee emotional und bilderreich, zugleich analytisch und schonungslos … Wir sind die Macht beschreibt, wie aus Opfern Fordernde werden - am Beispiel von Gbowees eigener Geschichte.«
Christian Grafe, Die Zeit Literatur, November 2012

»Es geht um die Kraft der Frauen und was sie zu bewegen vermag. Gbowee erzählt, wie Christinnen und Musliminnen sich solidarisieren und zusammen für Frieden kämpfen, aber auch von den vielen Schwierigkeiten mit der Regierung und auch unter den Frauen. Und "Wir sind die Macht" zeigt auf eindrückliche Weise, wie sehr wir auch als Einzelne Einfluss nehmen können.«
Kerstin Gier, Brigitte, 14.12.2012

»Ein kritischer Blick auf männlich dominante Strukturen und ein eindringlicher Bericht weiblicher Friedens(an)stiftung.«
Bücher, November/Dezember 2012

»Leymah Gbowees Autobiografie schildert ihre Metamorphose zur unerschrockenen Friedensaktivistin, die immer noch dabei ist, gemeinsam mit anderen Frauen für die Gleichberechtigung und den gesellschaftlichen Wandel in ganz Afrika und für den Frieden zu kämpfen.«
3sat Bücherzeit, 11.10.2012

»Zeitweise liest sich das Buch wie ein Familienroman, aber die Beschreibung des Innenlebens der Frauenbewegung - mit ihrer Taktik und ihrem Streit - ist politisch. Brillant sind die Schilderungen der Begegnung mit Taylor ebenso wie die einer wochenlangen Friedenskonferenz in Accra, bei der sich die Rebellen, statt zu verhandeln, am Pool besaufen.«
Christoph Link, Stuttgarter Zeitung, 28.09.2012

»Leymah erzählt ihre Geschichte ehrlich, gesteht Fehler, Ängste, Schwächen.«
Hans-Georg Schleicher, Neues Deutschland, 10.10.2012

»Ein wahrlich bewegendes Buch einer beeindruckenden Frau!«
Gunnar A. Pier, Westfälische Nachrichten, 15.10.2012

»Ein Aufruf, hinzusehen, hinzuhören - und das Leben selbst in die Hand zu nehmen - egal wie unerbittlich die Umstände sein mögen.«
Annabelle, 8.8.2012

»Die Geschichte einer außergewöhnlichen Frau.«
Astrid Ogbeiwi, bewusster leben, September 2012

»Entwaffnende Offenheit.«
Der Freitag, 30.8.2012

»"Wir sind die Macht" ist nicht nur die Autobiographie der Autorin, sondern auch ein anschaulich geschilderter Teil der Geschichte Liberias und ein Paradebeispiel dafür, wie Selbsthilfe in Afrika aussehen kann ... "Wir sind die Macht" ist das Porträt einer beeindruckenden Persönlichkeit.«
Dagmar Sachse, afrikaroman.de, 22.10.2012

»Spannende Autobiografie einer Freiheitskämpferin.«
Alles für die Frau, Oktober 2012
Klett-Cotta aus dem Amerikanischen von Susanne Held (Orig.: Mighty Be Our Powers)
2. Aufl. 2012, 319 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, Tafelteil mit 9 Farbabbildungen
ISBN: 978-3-608-94739-7
autor_portrait
Michael Angelo

Roberta Leymah Gbowee

1972 in der liberianischen Hauptstadt Monrovia geboren, hat den Friedensprozess in ihrer vom Bürgerkrieg zerrütteten Heimat maßgeblich vorangetrieben. ...

Carol Mithers

Carol Mithers ist freie Journalistin und schreibt für die New York Times, die Village Voice und L.A. Weekly. Sie lebt in Los Angeles.



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