Einführung in die psychoonkologische Behandlungspraxis

Alter Preis 27,95 EUR

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Lebensqualität trotz Krebserkrankung

Angst, Depression, Schmerz und Erschöpfungszustände sind häufige Begleiterscheinungen einer Krebsdiagnose und -behandlung. Die Autoren zeigen, dass und wie psychotherapeutische Hilfe seelische Symptome positiv beeinflussen kann.

Psychotherapeutische Unterstützung bei Krebserkrankung wirkt sich auf die Lebensqualität der Patienten positiv aus. Um psychoonkologische Begleitung zukünftig als Regelleistung der gesetzlichen Krankenversicherungen etablieren zu können, müssen für niedergelassene und in Kliniken tätige PsychotherapeutInnen Weiterbildungsinhalte in psychosozialer Onkologie angeboten werden.

Die wichtigsten Bausteine zur guten psychischen Versorgung von Krebspatienten sind in diesem Buch praxisnah und umfassend dargestellt:
- Unterscheidet sich die Arbeit mit Krebskranken von der Behandlung anderer Klientengruppen?
- Welche Therapieziele sind sinnvoll?
- Was muss der nichtmedizinische Psychotherapeut über die Krankheit Krebs wissen?
- Wie können typische Probleme - Angst, Depression, Schmerz, Erschöpfung - angegangen werden?

Psychotherapeutisch Tätige, die KrebspatientInnen betreuen möchten, werden von diesem kompetenten Werk zweier erfahrener Psychoonkologen profitieren.

Inhaltsverzeichnis

1. Einführung
2. Besonderheiten der psychoonkologischen Therapie
2.1 Mythen und Grundhaltungen des Therapeuten
2.2 Die Erkrankungssituation des Patienten
2.3 Der Arbeitsplatz des Psychoonkologen
2.4 Therapieinhalte und Therapieziele
2.5 Besonderheit Verleugnung
3. Medizinische Grundlagen
3.1 Zur Epidemiologie der Krebserkrankungen
3.2 Risikofaktoren
3.3 Pathologie
3.4 Symptomatik
3.5 Diagnostik
3.6 Prinzipien der Tumortherapie
4. Stand der psychoonkologischen Forschung
4.1 Gibt es seelische Krebsursachen?
4.2 Haben seelische Faktoren einen Einfluss auf den Krankheitsverlauf?
4.3 Welchen emotionalen Belastungen sind Krebspatienten unterworfen?
4.6 Belastungen von Ärzten, Ärztinnen und Krankenpflegekräften in der Onkologie
5. Psychodiagnostik in der Onkologie
5.1 Das psychoonkologische Erstgespräch
5.2 Psychiatrische Diagnostik
5.3 Belastungsscreening
6. Psychotherapie in der Onkologie
6.1 Psychotherapie und Überlebenslänge
6.2 Psychoonkologische Konsiliargespräche
6.3 Zur Praxis längerer Psychotherapien in der Psychotherapie
6.4 Psychoedukationsprogramme
6.5 Die supportiv-expressive Gruppentherapie
6.6 Kognitiv-behaviorale Therapien
6.7 Paartherapie (T. Zimmermann)
6.8 Weitere Interventionen
6.9 Ergebnisse onkologischer Psychotherapieforschung
7. Psychopharmakologische Spezi. ka in der Onkologie
7.1 Psychopharmakotherapie der Depression
7.2 Anxiolytika und Sedativa
8. Kommunikation und Aufklärungsgespräch (H. Kappauf )
8.1 Anforderungen an die ärztliche Kommunikationskompetenz
8.2 Der Umgang mit Emotionen
9. Problemschwerpunkt Angst
9.1 Die Diagnostik von Progredienzangst
9.2 Die Behandlung dysfunktionaler Progredienzangst
10. Problemschwerpunkt Depression und Anpassungsstörung
10.1 Depressionen in der Onkologie
10.2 Suizidalität
10.3 Differenzialdiagnose Demoralisation
10.4 Differenzialdiagnose Anpassungsstörung
11. Problemschwerpunkt Fatigue
11.1 Differenzialdiagnostik
11.2 Wahrnehmung von Fatigue
11.3 Psychoonkologische Therapie
12. Problemschwerpunkt Schmerz
13. Problemschwerpunkt Familie und Kinder
13.1 Informationsfluss in der Familie
13.2 Familiäre Ressourcen
13.3 Interfamiliärer Rollentausch
13.4 Kinder krebskranker Eltern
14. Psychoonkologische Begleitung am Ende des Lebens
14.1 Gespräche mit unheilbar Kranken
14.2 Vorsorgevollmachten
15. Sozialrechtliche Aspekte in der Psychoonkologie
Anhang
Fragen zur Lebenszufriedenheit - Module
Fragebogen zur Belastung von Krebskranken
Fragebogen zur Belastung von Krebskranken, Kurzform
Progredienzangst-Fragebogen
Progredienzangst-Fragebogen , Kurzform
Distress-Thermometer
Hornheider Screening-Instrument
Psychoonkologische Basisdokumentation
Psychoonkologische Basisdokumentation, Kurzform
Psychoonkologische Basisdokumentation, Brustkrebsversion
Kontaktadressen
Literatur

Leseprobe

1. Einführung
Dieses Buch basiert auf dem Hintergrund und den Erfahrungen einer psychoonkologischen Fortbildungsveranstaltung, die erstmalig 2005 in München durchgeführt wurde. Die Initiative zu der Veranstaltung ging von der Bayerischen Landeskammer der Psychologischen Psychotherapeuten und der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten, der Bayerischen Landesärztekammer und der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns aus. Anlass war die Notwendigkeit, ein Fortbildungsangebot für Ärzte und Psychotherapeuten zu schaffen, die daran interessiert sein würden, am Disease-Management-Programm Brustkrebs in Bayern teilzunehmen. Zielgruppen waren approbierte ärztliche Psychothera peu ten, psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichen psychotherapeuten aller therapeutischen Orientierungen ohne Onkologieerfahrung sowie Ärzte mit onkologischer Erfahrung, aber ohne Psychotherapieausbildung.
In den Programmunterlagen wurden die Ziele wie folgt formuliert: »Die Einschätzung des subjektiven Erlebens von Tumorpatienten sowie deren psychotherapeutische Behandlung beinhaltet eine Reihe von Besonderheiten. Diese beziehen sich auf die Einfühlung in die Patienten, die Beurteilung von deren Betreuungsbedürftigkeit, die Formulierung der Therapieziele, die persönliche emotionale Beteiligung und die diagnostischen und therapeutischen Prozeduren selbst. Ziel des Fortbildungscurriculums ›Einführung in die psychoonkologische Behandlungspraxis‹ ist es - im Sinne eines Basismoduls -, Einstellungen, Wissen und Grundfertigkeiten zu vermitteln, die geeignet sind, das psychische Befinden und die Bewältigungsressourcen von Tumorpatienten ein schätzen zu können sowie eine basale psychosoziale und psychotherapeutische Unterstützung für die Krankheitsbewältigung an bieten zu können. Dabei findet der Brust krebs unter den Bedingungen des DMPs besondere Beachtung .« Ganz ähnlich lassen sich auch die Ziele dieses Buches formulieren. Es will ÄrztInnen und PsychotherapeutInnen die Voraussetzungen zur Verfügung stellen, die sie benötigen, um auf die speziellen Bedürfnisse von KrebspatientInnen eingehen zu können.
Die psychoonkologische Fortbildungsveranstaltung erstreckte sich über 9 Doppelstunden und fand jeweils an 1,5 Tagen statt. Sie war in fünf Themenblöcke unterteilt:
- Grundhaltungen und Therapieziele
- Stand der psychoonkologischen Forschung
- Medizinische Grundlagen und Behandlungsverfahren
- Therapeut-Patient-Kommunikation und Aufklärung
- Onkologiespezifische (diagnostische und therapeutische) Interventionen
Die Auswahl dieser Inhalte orientiert sich an den beiden Hauptzielgruppen (Psychotherapeuten und Onkologen) und basiert auf der mehr als 20-jährigen Erfahrung der Autoren auf dem Gebiet der Psychotherapie mit Krebskranken. Die didaktische Vermittlung der Inhalte erfolgte durch Vorträge (gestützt auf Power-Point-Präsentationen , die den Teilnehmern als Seminarunterlagen zur Verfü gung gestellt wurden), Diskussionen, Erfahrungsaustausch, Fallvorstellungen, Audiobänder, Videobänder, Selbstreflexionen und praktische Übungen.
Na tur gemäß hat die Vermittlung der oben genannten Ziele in einem Buch Nach teile gegenüber dem Seminar: Alle Erfahrungen, die die Seminarteilnehmer aus der Rezeption von Video- und Audioaufnahmen (über Patientenselbsterfahrungen und Psychotherapieverläufe) sowie aus praktischen Übungen und der Gruppendiskussion machen konnten, müssen hier in den Hintergrund treten. Wir bemühen uns jedoch, auch diese Elemente in dem Buch zu vermitteln. Ein großer Vorteil des Handbuches liegt jedoch in der kompakten Zusammenfassung der Inhalte, die sich Thema für Thema selbst erarbeiten lassen oder auch zur Wiederholung und Vertiefung bereits erworbener Kenntnisse eignen.
Es richtet sich an Psychotherapeuten aller therapeutischen Richtungen, die sich in ihrer Arbeit auch Krebspatienten widmen möchten (sich bisher aber davor gescheut haben), und Onkologen allen Fachorientierungen (z. B. Allgemeinmediziner, Gynäkologen, Internisten), die ihr Kompetenzrepertoire um psychoonkologische Elemente erweitern möchten - an Personen also, die sich vielleicht die eine oder andere der folgenden Fragen schon einmal gestellt haben:
- Kann die therapeutische Arbeit mit Tumorpatienten Spaß machen?
- Woran merke ich, dass ein Krebspatient psychologische Betreuung braucht?
- Was kann das therapeutische Ziel meiner Arbeit sein?
- Wie gehe ich mit meiner eigenen Betroffenheit um?
- Wie offen kann ich den Patienten mit seiner Prognose konfrontieren?
- Wie hoch ist das Suizidrisiko bei Krebs?
- Wie gehe ich mit der Verleugnung beim Patienten um?
Obwohl wir in den Seminaren keine Erfahrungen mit Krankenpflegekräften und Sozialpädagogen (sowie verwandten Berufsgruppen) gemacht haben, glauben wir, dass auch dieser Personenkreis von der Lektüre profitieren kann.
Wir verfolgen mit diesem praxisorientierten Buch das Ziel, für die Besonderheiten der Psychotherapie mit Krebspatienten zu sensibilisieren, aber auch zu ermutigen; die Therapieziele sind zwar andere als in der »herkömmlichen« Psychotherapie (mit neurotischen oder psychosomatischen Patienten), die Wirkung der Behandlung und die Befriedigung durch die Arbeit sind aber keinesfalls geringer.
Schließlich ist darauf hinzuweisen, dass - um den Sprachfluss nicht zu hindern - mit den männlichen Wortformen »Patienten« oder »Therapeuten« im Allgemeinen immer Patientinnen und Patienten bzw. Therapeutinnen und Therapeuten gemeint sind. [...]
»Psychotherapeutische Unterstützung bei einer Krebserkrankung wirkt sich auf die Lebensqualität der Patienten positiv aus. In diesem Buch werden die wichtigsten Bausteine der psychoonkologischen Behandlung praxisnah und umfassend dargestellt.«
Dr. med. Mabuse. Zeitschrift für alle Gesundheitsberufe, Juli/August 2011

»Das vorliegende Buch vermittelt Grundwissen über Onkologie, psychoonkologische Forschung sowie onkologiespezifische (diagnostische und therapeutische) Interventionen. Hauptzielgruppen sind PsychotherapeutInnen (unabhängig ihrer spezifischen Ausrichtungen) und Onkologen, die von diesem kompetenten Werk zweier erfahrener PsychoonkologInnen profitieren können.«
Prof. Dr. Margret Dörr, www.socialnet.de, 17.02.2010
Klett-Cotta Leben lernen Leben Lernen 215.
Unter Mitarbeit von Herbert Kappauf
1. Aufl. 2008, 208 Seiten, broschiert, zahlreiche Abbildungen und Diagramme
ISBN: 978-3-608-89071-6
autor_portrait

Peter Herschbach

Peter Herschbach, Prof. Dr., Diplom-Psychologe, ist Leiter der Sektion »Psychosoziale Onkologie« der Klinik und Poliklinik für Psychosomatische ...

Pia Heußner

Pia Heußner, Dr. med., Fachärztin für Innere Medizin, Hämatologie und Internistische Onkologie und Psychotherapeutin, ist Leiterin der Psychoonkologie ...

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