Alt sein ist anders

Personzentrierte Betreuung von alten Menschen

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Auch in der letzten Lebensphase geht es noch um Entwicklung: Entwicklung auf das Lebensende zu. Sinnvolle Betreuung bedeutet, alte Menschen auf diesem persönlichen Entwicklungsweg zu begleiten, sie von ihrem Erleben her zu begreifen und zu unterstützen und ihre innere Realität zu respektieren, auch wenn sie nicht ohne weiteres nachvollziehbar ist.

Altern ist eine facettenreiche, widersprüchliche und individuell sehr unterschiedliche Erfahrung. Der letzte Lebensabschnitt und die damit verbundenen Veränderungen werden von jedem Menschen anders erlebt. Dieses individuelle Erleben ist der Schlüssel zum Verstehen und Angelpunkt einer guten, sinnvollen Betreuung und Begleitung. Alte Menschen wollen in ihrer ganz persönlichen Eigenart ernst genommen und verstanden werden, auch wenn sie zeitweise oder dauernd verwirrt oder pflegebedürftig sind. Dabei sollen eigene Vorstellungen darüber, wie alte Menschen sind oder zu sein haben, zurückgestellt werden.

Die personzentrierte Arbeitsweise bietet konkrete Handlungsgrundlagen, um diesem Anspruch im Alltag gerecht zu werden. Marlis Pörtner zeigt anhand von Beispielen aus dem Alltag, wie die sich daraus ergebenden Überlegungen in die praktische Arbeit umgesetzt werden können und worauf es ankommt. Die beschriebene Sicht- und Arbeitsweise hilft, die Lebensqualität von alten, verwirrten oder pflegebedürftigen Menschen zu verbessern und die Arbeit der betreuenden Personen interessanter und befriedigender zu gestalten.

Inhaltsverzeichnis
Einleitung

1 Alt werden ist eine seltsame Erfahrung - Persönliche Gedanken zum Thema

2 Grundlagen der personzentrierten Arbeit
Ein humanistisches Menschenbild
Die personzentrierte Haltung
Das Selbstkonzept
Die Kontaktfunktionen
Was heißt personzentriert arbeiten?

3 Sieben Grundsätze für den Umgang mit alten Menschen
Klarheit schafft Sicherheit und Vertrauen
Das Erleben ist der Schlüssel zum Verstehen und Handeln
Entscheidend ist nicht was fehlt, sondern was da ist
Entwicklung ist ein lebenslanger Prozeß
Selbstverantwortung hat existentielle Bedeutung
Die Person ist mehr als ihr gegenwärtiger Zustand
Es gibt nicht nur (m)eine Realität

4 Worauf kommt es im Alltag an?
Ernstnehmen
Zuhören mit allen Sinnen
Auf das Erleben eingehen
»Anklopfen«
Eigenständigkeit unterstützen
Kleine Schritte beachten und ermutigen
Stützen für selbständiges Handeln geben
Wahlmöglichkeiten bieten
Konkret sein
Die »Sprache« des anderen Menschen finden
Sich nicht von Vorwissen bestimmen lassen
Den eigenen Anteil erkennen

5 Fachliche und persönliche Kompetenz
Professionalität
Persönliche Aspekte der Fachkompetenz
Psychische Begleitung
Wie läßt sich die Qualität der personzentrierten
Arbeit überprüfen?

6 Begleitumstände, die zu bedenken sind
Der Rollentausch zwischen den Generationen
Die Spannweite von Anforderungen und Erwartungen
Sterben und Tod

7 Verschiedene Wirklichkeiten
Wahrnehmung
Entwicklung
Kommunikation
Traum

8 Perspektiven
Vielfalt der Ansprüche
Wegweisende Ansätze - zögerliche Umsetzung
Wünschbar: die Verankerung einer personzentrierten Kultur
Die Einstellung zum Alter

9 Alt sein ist anders - auch für Menschen mit geistiger Behinderung

Literatur
»Im Mittelpunkt dieses Buches steht die Fragen, wie Betreuende den alten Menschen unterstützen können, damit er bis zuletzt sein eigenes Leben leben und seine eigenen Werte verwirklichen kann. ... Da das Buch sehr klar und gut verständlich geschrieben ist, kann es für Laienpflegende auf jeden Fall empfohlen werden - was aber wiederum nicht heissen soll, dass es nicht auch Fachpersonal wertvolle Anstösse vermittelt.«
Hanni Käch (Krankenpflege (CH), Juli 2006)

»Grundlage des beschriebenen personzentrierten Ansatzes ist die einfühlende Psychologie C. R. Rogers und Naomi Feils mit den Forderungen nach Empathie, Wertschätzung und Kongruenz. Darüber hinaus werden die Kontaktfunktionen G. Prouty auf der realen, der emotionalen und der kommunikativen Ebene berücksichtigt. Oberstes Ziel ist die Förderung von Selbstverantwortung. Die Orientierung an den Fähigkeiten eines Menschen, nicht an seinen Defiziten, ist einer von sieben Grundsätzen, die, ergänzt durch Beispiele, eindrucksvoll und anschaulich vermittelt werden.
Fundiert, informativ und kurzweilig. Allen Personengruppen, nicht nur pflegerisch arbeitenden, sehr zu empfehlen.«
Heidrun Adams (Der Evangelische Buchberater, 2/2006)

»Altern ist eine facettenreiche, widersprüchliche und individuell sehr unterschiedliche Erfahrung ... Betreuung und Begleitung müssen dem individuellen Erleben dieses Lebensabschnitts Rechnung tragen. Dabei sollen eigene Vorstellungen davon, wie alte Menschen sind oder zu sein haben, zurückgestellt werden. ... Marlis Pörtner zeigt anhand von Beispielen aus dem Alltag, wie die sich daraus ergebenden Überlegungen in die praktische Arbeit umgesetzt werden können und worauf es ankommt. Die beschriebene Sicht- und Arbeitsweise hilft, die Lebensqualität von alten, verwirrten oder pflegebedürftigen Menschen zu verbessern und die Arbeit der betreuenden Personen befriedigender zu gestalten.«
(Schweizerische Zeitschrift für Heilpädagogik, 2/06)

»Das Buch ist ein starkes Plädoyer dafür, dass Altwerden nicht (allein) aus geistig/körperlichem Abbau und Verlusten besteht, sondern dass in dieser Lebensphase auch neue Qualitäten entwickelt werden könne. Und es ist ein Plädoyer für das Potential des Personzentrierten Ansatzes im Umgang mit älteren Menschen. ... Es ist ein einfühlsames, vielschichtiges, Mut machendes Buch aus der Praxis für die Praxis vor dem personzentrierten Hintergrund der Autorin. Das Buch ist lesenswert für jeden, der professionell mit dem Thema Alter zu tun hat, aber auch für Töchter und Söhne, die an einem verständnisvollen Miteinander mit ihren Eltern arbeiten wollen.«
Ursula Reinsch (Gesprächspsychotherapie und Personzentrierte Beratung, 1/2006)

»(Marlis Pörtner) beschreibt ohne zu beschönigen die Veränderungen und Verluste des Lebensabschnittes Alter, aber auch die Chance von Perspektiven, die den Blick auf Neues und bisher nicht Geahntes freigeben. Marlis Pörtner sagt prägnant und konkret, worauf es im Alltag ankommt. Fallbeispiele illustrieren das Wesentliche der Aussagen sehr gut und machen die Inhalte nachvollziehbar. Hilfreich sind auch die kurzen Zusammenfassungen am Ende jedes Kapitels... Perspektiven und ein kurzes Kapitel zu den Besonderheiten des Altwerdens mit geistiger Behinderung vervollständigen das lesenswerte Buch. Es kann allen empfohlen werden, die in der Altersarbeit tätig sind.«
Kathrin Derksen (NOVA, 1/2006)
»Marlis Pörtner hat ein ebenso engagiertes, gehaltvolles wie persönliches Buch über die eigentümliche Andersartigkeit des Altwerdens geschrieben ... Fazit: Als Gerontopsychologin liest man dieses Buch mit Genuss und Gewinn und möchte es den KollegInnen aller Berufsgattungen im gerontologischen Bereich nachdrücklich empfehlen: Wenn es noch eines Beweises bedarf, dass psychologisches Wissen in der Arbeit mit Älteren unabdingbar ist - hier liegt er in überzeugender und überdies leicht lesbarer Art vor. Man wünscht dem Buch, dass es von einer interessierte Stationsleiterin, einem engagierten Pflegedienstleiter gefunden wird und dass diese zum Schluss kommen: Das wollen wir umsetzen!«
Barbara Schmugge (punktum, Dezember 2005)

»Kurze Zeit, nachdem das im Klett-Cotta-Verlag publizierte Werk »Die dunklen Schatten der Vergangenheit. Ältere Menschen in Beratung, Psychotherapie, Seelsorge und Pflege« des Altersforschers, Psychiaters und Kontrollanalytikers Hartmut Radebold Aufsehen erregte, erschien im gleichen Verlag zur gleichen Problematik, allerdings ohne Psychotherapie und Beratung zu berühren, eine personzentrierte Arbeit. ... Ein gutes Buch, ein schönes Buch, das Pflegenden, Ärzten, Angehörigen und allen Menschen, die sich auf ihre eigene Zukunft einstellen, empfohlen werden kann.«
Mark Galliker (SGGP-intern, 18/2005)

»Der letzte Lebensabschnitt eines Menschen und die damit verbundenen Veränderungen werden von jedem anders erlebt. Alte Menschen wollen in ihrer ganz persönlichen Eigenart ernst genommen werden. Betreuung und Begleitung müssen dem individuellen Erleben in diesem Lebensabschnitt Rechnung tragen.
Die personenzentrierte Arbeitsweise bietet konkrete Handlungsgrundlagen, um diesem Anspruch gerecht zu werden. Anhand von Beispielen aus dem Alltag zeigt die Autorin, wie die sich daraus ergebenden Überlegungen in der praktischen Arbeit umgesetzt werden können und worauf es dabei ankommt.«
Katrin Balzer (Pflegezeitschrift, November, 2005)

»... Es ist kein Buch über standardisierte Vorstellungen, Bewertungen und diagnostische Kennwerte des Alterns, sondern ein Buch für die "Beziehungsarbeit" der Betreuer von alten Menschen, sich diesen höchst unterschiedlichen Erfahrungs- und Handlungswelten dieser Menschen anzunähern ...
Weiter betont sie die Ermöglichung von Entwicklungsprozessen auch im Alter, die Förderung von Selbstverantwortung als dem höchsten Prinzip, die Wahrnehmung der Person als Träger einer Vergangenheit und die Vielfältigkeit von Realitäten. Was sich hier wie eine Aufzählung gängiger Postulate anhört, ergibt sich beim Lesen als lebensnahe, sehr subjektive Erfahrungen, die sehr plausibel diese Postulate erläutern und ausweiten ...
Als einen sehr engagierten und authentischen Beitrag für die praktische Arbeit mit alten Menschen kann ich das Buch einem entsprechenden Leserkreis nur bestens empfehlen!«
Prof. Dr. Klaus Sander (Fachhochschule Düsseldorf, Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften)
(Im Internet)
Klett-Cotta Fachbuch Konzepte der Humanwissenschaften
4. Druckaufl. 2016, 146 Seiten, broschiert
ISBN: 978-3-608-96129-4
autor_portrait

Marlis Pörtner

Marlis Pörtner, geboren 1933 in Zürich, war Schauspielerin, jobbte als Sekretärin, arbeitete als Rundfunksprecherin, Übersetzerin von Belletristik, ...

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