Die Entwicklung des Erkennens, Band II

Das physikalische Denken
Buchdeckel „978-3-12-926350-1
Dieses Buch erwerben
32,00 EUR (D), 32,90 EUR (A)
gebunden
Versandkostenfrei nach D, CH, A; hier inkl. Mwst. - >> Lieferinformationen - Einzelheiten zu Ihrem Widerrufsrecht finden Sie in den >> AGBs. - >> Akzeptierte Zahlungsmittel

DAS PHYSIKALISCHE DENKEN
Nach L. Brunschvicg besteht kein Übergang zwischen den mathematischen und den physikalischen Kenntnissen: beide Disziplinen setzen dasselbe Zusammenwirken von Vernunft und Erfahrung voraus, ein Zusammenwirken, das so eng ist, dass keiner der beiden Terme ohne den anderen begriffen werden könnte. Auch nach F. Gonseth existiert „keine Schwelle zwischen der Geometrie und der Physik".  E. Meyerson hingegen hebt die Tatsache hervor, dass der Mathematiker keines Experiments bedarf, um an die Strenge seiner Schlüsse zu glauben, während das Ziel der Physik in der Übereinstimmung von Theorie und Realität liegt: „Es gibt daher einen grundsätzlichen Unterschied zwischen der Mathematik und der Physik." Nach Meyerson entziehen sich aber die vom Physiker untersuchten Gegenstände im selben Maße einer Erfassung, wie er ihrer habhaft zu werden glaubt, da er die Realität, die er messen und erklären möchte, fortwährend durch eine tieferliegende Realität ersetzt. Nach den Anhängern der unitarischen Erkenntnistheorie des Wiener Kreises existiert ein wesentlicher Unterschied zwischen den experimentellen oder physikalischen Kenntnissen und der tautologischen Sprache, aus der die Mathematik besteht; nach Ph. Frank reduzieren sich früher oder später die allgemeinsten physikalischen Prinzipien, deren „konventioneller" Charakter von Poincar erkannt worden sei, auf einfache Tautologien, somit auf mathematische Regeln.
Schon bei der ersten Kontaktnahme mit den erkenntnistheoretischen Deutungen der Physik findet man sich somit mit einer interessanten Schwierigkeit konfrontiert, nämlich mit der Abgrenzung von Mathematik und Physik: man kann die beiden Bereiche zu einem einzigen vereinigen oder an einer Unterscheidung festhalten, ohne indessen eine statische Grenze zu erreichen.

Klett-Cotta Fachbuch
1. Aufl. 1973, 337 Seiten, gebunden
ISBN: 978-3-12-926350-1

Jean Piaget

Jean Piaget (1896 – 1980) gilt als bedeutendster Entwicklungspsychologe des 20. Jahrhunderts. Sein Werk erweist sich als eine umfassende Theorie der ...

Weitere Bücher von Jean Piaget

Die Entwicklung des Erkennens, Band III

Das biologische Denken. Das psychologische Denken. Das soziologische Denken

Gesammelte Werke, Band 2

Der Aufbau der Wirklichkeit beim Kinde

Gesammelte Werke, Band 4

Die Entwicklung der physikalischen Mengenbegriffe beim Kinde

Gesammelte Werke, Band 7

Die natürliche Geometrie des Kindes

Gesammelte Werke, Band 10

Die Entwicklung des Erkennens III

Von der Logik des Kindes zur Logik des Heranwachsenden

Essay über die Ausformung der formalen operativen Strukturen

Schlüsseltexte in 6 Bänden

Herausgegeben und überarbeitet von Richard Kohler

Schlüsseltexte in 6 Bänden. Band 2

Theologie und Reformpädagogik

Schlüsseltexte in 6 Bänden. Band 3

Das moralische Urteil des Kindes

Schlüsseltexte in 6 Bänden. Band 6

Genetische Erkenntnistheorie


Unser Service für Sie

Zahlungsmethoden
PayPal (nicht Abos),
Kreditkarte,
Rechnung
weitere Infos

PayPal

Versandkostenfreie Lieferung
nach D, A, CH

in D, A, CH inkl. MwSt.
 
weitere Infos

Social Media
Besuchen Sie uns bei


www.klett-cotta.de/im-netz
Facebook Twitter YouTube
Newsletter-Abo

Klett-Cotta-Verlag

J. G. Cotta’sche Buchhandlung
Nachfolger GmbH
Rotebühlstrasse 77
70178 Stuttgart
info@klett-cotta.de