Die Kunst des Dialogs - Kreative Kommunikation entdecken

Erfahrungen - Anwendungen - Übungen

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Das Standardwerk zum Thema »Dialog«

Nicht nur in technologischen Bereichen bedarf es neuer »Erfindungen«. Vor allem im Umgang mit Menschen benötigen wir eine neue Qualität, die zwischen Menschen entstehen kann: eine »dialogische Intelligenz«, eine Kunst des Dialogs.

Wie kommuniziert man heute kreativ - etwa in alltäglichen privaten Vereinbarungen oder bei Verhandlungen in der internationalen Politik? Johannes und Martina Hartkemeyer ermutigen auch in schwierigen Umständen, die Kunst des Dialogs im Großen wie im Kleinen zu wagen. Denn die privaten wie globalen, die wirtschaftlichen wie die strategischen Verflechtungen be legen tagtäglich, daß wir gemeinsam in einer Welt leben müssen. Die Bedingungen sind nicht gut oder schlecht, sondern das Werkzeug, mit denen wir im Dialog etwas Neues, Besseres, Anderes herstellen.

• Ergebnisoffener Prozeß: neue Sichtweisen, Anregungen und aktuelle Lösungsansätze

• Ziel: Wege zur zwischenmenschlichen Begegnung, zum gelungenen Gespräch im Alltag, zum Dialog

• Themenbereiche: Erziehung, Arbeitswelt, Organisation, Politik, Wissenschaften ...

• Konkrete Beispiele, wie dialogische Intelligenz wirksam werden kann: PISA-Debatte, Teamlernen in Organisationen, eigene Schattenseiten erkennen, Konflikte bewältigen ...

• Umgang mit Phänomenen wie Gewalt und »Terrorismus«

• Beispiele: Israelis / Palästinenser; Namibia, Südafrika, Iran, Kolumbien ...

• Dialog-Werkstatt: Praxisbeispiele, häufig gestellte Fragen, Übungen, Arbeitsmaterialien ...

Beteiligte Autoren und Gesprächspartner
Hans Georg Gadamer, Humberto Maturana, Hans-Peter Dürr, Rupert Sheldrake, Hartmut von Hentig, Verena Kast, Ruth Cohn, Dan Bar-On, Peter Garett, Jesper Juul, Andrés Pástrana Arango, Mohammad Khatami und viele andere.


Inhaltsverzeichnis


1 Einleitung

»Im Dialog die unbeweisbaren Dinge des Lebens umkreisen« - Gespräch mit Hans-Georg Gadamer
»Möglichkeit oder Chance inmitten der Krise« - Chinesische Zeichen

2 Von der Kunst, miteinander zu denken - Einige Grundlagen des Dialogs
Die Welt des Dialogs im Gefängnis
Was ist ein Dialog?
Dialogprozess-Begleitung
Jenseits von »richtig und falsch« - Gespräch mit Peter Garrett
Verändern, ohne es zu »wollen«

DENKPAUSE
»Tiefer Einklang und steter Fluss«. Zwischen den Welten -
Dialog im Schlafwagen

3 »Wir hörten einander wirklich zu« - Der Dialog im Alltag
Gegenseitige Wegbegleiter
Zwischen Schein- und Spukgestalten
Du sollst dir kein Bildnis machen! Von Bilderstürmereien,
goldenen Kälbern und Schattenwesen
Neue Brillen und innere Modelle
»Warum machst du das so?« - Das »Schwiegermutter-Problem«
»Keiner konnte seinen Wunschurlaub nehmen« - Dialog für die Urlaubsplanung
». es ist nur die Disziplin, die geübt wird« - Dialog im Ortsbeirat
»Wenn ich mir zu träumen erlaube« - Eine neue Haltung in der Verwaltung?
». anders als erwartet« - Dialog im Gewerkschaftsseminar
»Der Dialog hält uns zusammen« - Der »LebensRaum Niederhof«
Der Alltag als Übungsfeld
Das Lernen neu denken - Durch »Flow« zu Spitzenleistungen.
Gespräch mit Michael Mendizza

4 »Den gleichwürdigen, persönlichen Dialog entwickeln« - Dialogische Erziehung als gemeinsame Entwicklung
»Kinder sind von Geburt an richtige Menschen!« -
Gespräch mit Jesper Juul
Gleichwürdigkeit von Eltern und Kindern
Selbsterziehung einüben. Ein Praxisbericht aus Eltern-Seminaren
Wenn radikaler Respekt zum Leitsatz wird
Kindliche Entwicklung und elterliche Selbsterziehung
Sich selbst im anderen verstehen
»Der innere Schatten - Ein fremdes Feld unserer Persönlichkeit« - Gespräch mit Verena Kast
Lernen, die eigenen Schatten wahrzunehmen

5 »Wir brauchen die freie Denkbewegung des Geistes« - Der Dialog als Kernelement einer neuen Lernkultur
Lernen! - Lernen - lernen?

DER DIALOG IN DER SCHULE
». und dann baute er sich selber ein Boot« - Entfaltung statt Be-schulung
»Virtuelle Pflanzen brauchen keine Pflege« - Beziehungsqualität statt Informationsflut
»Unseren Kindern Lebenssicherheit bieten und zuhören lernen« - Gespräch mit Hartmut von Hentig
Erfahrungsberichte
Kreative Lernräume schaffen
Vom Lehrer zum Lernprozess-Begleiter - Schulen als »lernende Organisationen«. Gespräch mit Norm Green
»Gemeinsame Übereinkunft, wie wir Lernen bewerten wollen!« - »Rubrics« statt abstrakte Zensuren
So könnte es kommen

DER DIALOG IM UNIVERSITÄREN DISKURS
»Es geht nicht darum, wer Recht hat« - Der Dialog als Teil des
sozialwissenschaftlichen Studiums
»Letztlich wurde weniger geredet, aber mehr voneinander verstanden«.
Der Dialog zur interdisziplinären Verständigung in einem
Sonderforschungsbereich (SFB)
Dialogfähigkeit als Kompetenz und Haltung einer neuen Lernkultur - Gespräch mit Horst Siebert

DER DIALOG IN DER ARBEITSWELT
Dialog in Kommunen und Genderdialog
Personalentwicklung und Qualitativer Entwicklungs-Dialog (QED)
Soziale Kompetenz durch den Dialog im Logistik-Lager
Lernen für einen neuen Lebensstil - Gespräch mit Satish Kumar

6 Der Dialog als kreativer Denkraum lernender Organisationen
»Wir fühlten uns ein bisschen wie Columbus« - Erfahrungen bei der Einführung des Dialogs in einem marktführenden Unternehmen
Zwischen Höhen und Tiefen. Zur Institutionalisierung des Dialogs in einem Tagungs- und Studienzentrum
»Genau so müsste unsere Abteilungsbesprechung einmal stattfinden« - Die Begleitung von Veränderungen in einer Organisation mit dem Dialog
»›Interkulturelles Training‹ und Dialogidee miteinander verbinden« - Eindrücke aus dem Dialogprozess bei DaimlerChrysler
Das Dialogverfahren in Unternehmen - Möglichkeiten und Grenzen
Das kreative Feld des Nichtwissens im Dialog
Intuition als Kompetenz im Dialog
»Wir müssen mit der Zukunft in Kontakt kommen« - Gespräch mit Joseph Jaworski
»Presencing« in »generativen Szenarios« als »6. Disziplin«?

7 »Vom Gegeneinander-Reden zum Miteinander-Denken« - Der Dialog in politisch-gesellschaftlichen Konfliktfeldern

DER DIALOG IM SPANNUNGSFELD VON GENTECHNOLOGIE UND ÖKOLOGIE
Kann der Dialog frischen Wind in festgefahrene Debatten bringen?

DER DIALOG ZWISCHEN MENSCHEN VERSCHIEDENER KULTUREN
»Der Container drohte zu zerbrechen« - Der Dialog im European
Project for Interreligious Learning
Dialogerfahrungen in Namibia
»Der Dialog ist zu meinem Lebenselixier geworden«.
Die Einführung des Dialogprojekts im Iran
Der Dialog ist der Weg der Vernunft - Gespräch mit Sejjed Mohammad Khatami
Transkulturelle Kompetenz durch die zehn Kernfähigkeiten?

DER DIALOG MIT POLITISCHEN REBELLEN
»Der Dialog ist unsere einzige Chance« - Gespräch mit Andrés Pastrana Arango
Der Dialogprozess in Kolumbien hatte eine reale Chance

DER DIALOG ZWISCHEN TÄTERN UND OPFERN
Der Dialog zwischen Tätern und Opfern als Modell zur Konfliktbearbeitung - Gespräch mit Dan Bar-On
Durch den Dialog zur Wahrheitsfindung - Der Versöhnungsprozess in Südafrika
»Die Wahrheit schmerzt, aber Schweigen tötet« - Gespräch mit dem Generalsekretär des TRC, Martin Coetzee
Warum einfach, wenn es auch »umständlich« geht! - Ubuntu

8 Welche anderen Kommunikationsverfahren können den Dialogprozess bereichern?
Open Space
»Gewaltfreie Kommunikation« oder: Die Sprache der Giraffen
»Jeder tut aus seiner Sicht das Beste, was er tun kann« - Gespräch mit Marshall Rosenberg
Das Modell der Gewaltfreien Kommunikation im Vergleich zum Dialog
Mediation
Themenzentrierte Interaktion (TZI)
»Ich lebe, wenn ich lerne« - Gespräch mit Ruth C. Cohn
TZI und Dialog
Unterschiede zwischen dem Dialog und therapeutischen Verfahren

9 Modellvorstellungen zum Verständnis dialogischer Prozesse
Wie können wir »Verantwortung« für unsere Erfahrungen übernehmen?
Gespräch mit Humberto R. Maturana
Auf der Suche nach der »Wirk«-lichkeit?
Von Fischernetzen und Erwartungsfeldern - Gespräch mit Hans-Peter Dürr
Auf der Suche nach einer neuen Sprache für systemisches Denken
Denken als Teilnahme an der kollektiven Intelligenz -
Gespräch mit Rupert Sheldrake
Muster und Elemente
Mehrschleifiges Lernen und das Eisberg-Modell

10 Dialog-Werkstatt
Gedanken zu häufig gestellten Fragen
Übung macht die Meisterin
Ausbildung zur Dialogprozess-Begleitung
Seminarbeispiele
Weitere Materialien

Anhang
Zitierte Literatur
Weiterführende Literatur
Artikel im Internet
Danke!
Namen und Anschriften
Abbildungsverzeichnis
Personen- und Namenregister
Sachregister

Leseprobe


1 Einleitung

Hatten Sie einmal die Gelegenheit, die Sixtinische Kapelle in Rom zu besichtigen? Gewiss haben Sie dann noch die prächtigen Deckengemälde Michelangelos in Erinnerung. Der hier wiedergegebene Ausschnitt aus einem Teil dieser Gemälde, der »Erschaffung Adams«, stellt die Begegnung der Hand Gottes und der Hand Adams dar. Die Hände berühren sich nicht. Und hierin liegt für uns die entscheidende Aussage des Bildes: In dem Raum zwischen den Fingern Gottes und denen des werdenden Menschen wird die Energie entfaltet, findet die Verwandlung statt. Hier wird dem Menschen durch die Begegnung mit Gott »Geist« gegeben.

Der Geist von Begegnung und Beziehung (oder sein Fehlen) bestimmt unser Lebensgefühl, er entscheidet darüber, wie oder was wir lernen oder wie wir mit andern Kulturen zusammenleben können. Denn auf unser Wissen allein kommt es nicht an.

Nicht nur in technologischen Bereichen bedarf es neuer »Erfindungen«: Vor allem im Umgang mit Menschen benötigen wir eine neue Qualität, die zwischen Menschen entstehen kann: eine »dialogische Intelligenz«. - Niemand lebt für sich allein. Auch Wissen und Entwicklung erfordern Begegnung. Nicht immer entsteht dabei Kreativität. Diese Kunst, Kreativität in menschlichen Beziehungen zu entfalten, ist Thema unseres Buches.

Wir möchten Ihnen Ansätze einer Kultur der Ermutigung vorstellen, Initiativen von Menschen, die mit Phantasie und Kreativität, mit Engagement und Energie Bedingungen schaffen, um die Entwicklung von Vielfalt und Lebendigkeit zu fördern, Gespräche mit Menschen, die auch unter schwierigen Verhältnissen zum Dialog und zur Begegnung einladen.

Seit dem Erscheinen unseres ersten Buches Miteinander denken (1998, mit Freeman Dhority) hat sich ein Feld von Ideen, Initiativen und Netzwerken zum Thema Dialog entwickelt - ein Zeichen für die Suche nach einer qualitativ anderen Kommunikationskultur. Dieses Bemühen reicht weit über unseren Kulturkreis hinaus. So wurde unser erstes Buch inzwischen ins Persische übersetzt, und hier dürfen wir einen ersten Bericht über Aktivitäten zur Einführung des Dialogs im Iran wiedergeben. Eine Fülle von Erfahrungen bringen verschiedene Dialogprozess- Begleiterinnen und -Begleiter in dieses Buch ein. Sie berichten nicht nur selbst aus ihren Erfahrungsbereichen, sondern lassen auch Teilnehmer ihrer Dialogseminare zu Wort kommen. Darüber hinaus befassen sie sich mit besonderen Themenaspekten wie der Rolle von Intuition im Dialogprozess oder sie setzen sich mit der Bedeutung von Nichtwissen in Organisationen und dem Zugang zu diesem Phänomen mit Hilfe des Dialogs auseinander.

Unsere Suche bringt uns, wie auch im ersten Buch, mit zahlreichen Gesprächspartnerinnen und -partnern zusammen: Die Form des Gesprächs als dialogische Annäherung an die Wirklichkeit ermöglicht es eher als »monologisierende « Aussagen, Gedanken und Entwicklungen in der Schwebe zu halten, und verhilft dazu, Apodiktisches in der Beschreibung dialogischer Fragestellungen und Praktiken zu vermeiden. Hierzu tragen auch (und vielleicht besonders) solche Gesprächspartner bei, denen unser - d. h. der Bohm-/Bubersche - Dialogansatz nicht vertraut ist. Sie inspirieren uns dazu, unser Dialogverfahren kritisch zu hinterfragen und unser Dialogverständnis zu vertiefen. Sie geben Impulse für die Weiterentwicklung und das Verständnis von »dialogischer Intelligenz«. Ein kurzer Wegweiser - als roter Faden - in der Themenlandschaft des Buches: »Der Weg entsteht beim Gehen« - insofern können Sie überall in das Buch einsteigen. Für das Verständnis unseres Dialogansatzes ist es hilfreich zu wissen, dass manche Alltagsbegriffe in ihrer Bedeutung neu akzentuiert sind - vom Begriff »Dialog« angefangen, dessen Inhalt sich vielfach nur aus dem Kontext erschließen lässt.

Das Grundlagenkapitel 2 erscheint uns als geeigneter Einstieg, um sich mit unserem Verständnis von Dialog vertraut zu machen. Hiernach gehört zum Dialog eine Reihe von Kernfähigkeiten. Und diese lassen sich einüben! Von dieser ermutigenden Tatsache handeln die folgenden Kapitel, in denen es um das Wirken des Dialogs im privaten familiären, beruflichen und gesellschaftlichen Bereich geht, bis zu politisch sensiblen Feldern wie dem interkulturellen Zusammenleben.

Sicherlich sind Ihnen Zustände durchwachter Nächte vertraut, in denen Traum und Wirklichkeit nahe beieinander liegen - und sich Gespräche entspinnen, die »unserem« Dialog recht nahe kommen können. Davon ausgehend fragen wir in Kapitel 3 nach den Möglichkeiten des Dialogs in Alltagsbereichen wie Familie, Schule und Beruf: Wie können wir ehrlich und kreativ miteinander kommunizieren? Wie lassen sich kleine - und doch so bedeutsame - Alltagskonflikte »dialogisch« bewältigen? »Bringt« der Dialog auch etwas in so genannten »alternativen« Wohnprojekten? Um diese Fragen geht es in mehreren Erfahrungsberichten. Unserem Gespräch mit dem dialogbegeisterten Filmemacher Michael Mendizza können Sie entnehmen, wie Spitzenleistungen etwa von Sportlern mental zustande kommen und was dies mit dem Dialog zu tun hat . . .

[...]
Klett-Cotta
1. Aufl. 2005, 468 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, ca. 72 s/w-Abb., 24 Seiten vierfarbiger Tafelteil, Register, Sonderformat 185 x 228 mm
ISBN: 978-3-608-94118-0

Johannes F. Hartkemeyer

Johannes F. Hartkemeyer, landwirtschaftliche Lehre, Diplomingenieur für Landbau, Diplompädagoge: Promotion, seit 1975 in der ...

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