Easy Riding - Snowboard Freestyle Book

Buchdeckel „978-3-608-50078-3
Dieses Buch erwerben
broschiert
leider vergriffen
Versandkostenfrei nach D, CH, A; hier inkl. Mwst. - >> Lieferinformationen - Einzelheiten zu Ihrem Widerrufsrecht finden Sie in den >> AGBs. - >> Akzeptierte Zahlungsmittel

Darauf hat die Snowboardgemeinde lange gewartet: Das unverzichtbare Nachschlagewerk für die Jackentasche.

Weltklasse Snowboarder zeigen ihre besten Tricks und geben wertvolle Tips für Halfpipe, Kicker, Rail - anschaulich fotografiert vom besten deutschen Snowboardfotografen.
Snowboarding hat sich zu einer der beliebtesten Wintersportarten überhaupt entwickelt. In diesem Buch werden Grundlagen und Techniken vermittelt, um auf Rail, Kicker und Halfpipe richtig Spaß zu haben. Weltklassefahrer wie Stefan Gimpel (3facher Air&Style-Gewinner), Pipelegende Xaver Hoffman und viele andere zeigen Anfängern einen einfachen Einstieg und helfen Fortgeschrittenen bei der Verbesserung Ihrer Technik. Außerdem gibt es eine Einführung in die Philosophie des Snowboardens, praktische Hinweise zum Board-Set-up und einen kleinen Park-Guide für Deutschland, Österreich und die Schweiz.
Ein Muß für jeden echten Boarder!
Leseprobe
Kaum eine andere Sportart hat eine derartig rasante Erfolgsgeschichte hinter sich wie das Snowboarden. Dabei ist bis heute nicht einmal genau nachvollziehbar, wie alles anfing. In den späten 70er Jahren, nur soviel ist sicher, begann in den USA ein Mann namens Jake Burton Carpenter eine kleine Anzahl von Snowboards herzustellen. Er war zwar damals nicht der Einzige, der davon träumte, die Berge der amerikanischen Ostküste statt mit zweien, mit nur einem Brett unter den Füßen hinunterzufahren, doch seine Garage sollte die Geburtstätte eines Konzerns werden, der bis heute den Weltmarkt anführt und symbolisch für die Revolution im Wintersport steht, die das Snowboarden ausgelöst hat.
Inspiriert von den Brettern der Wellenreiter, waren die ersten Snowboards noch klobig, ohne Kanten und mit sehr experimentellen Bindungsschlaufen ausgestattet. Wer sich damit in die Tiefschneehänge wagte, war im wahrsten Sinne des Wortes ein „Freak“, verstand sich selbst als solcher und war sich ganz bestimmt nicht bewußt, daß er Teil einer Bewegung war, die auf alle Erdteile überschwappen sollte, auf denen es nennenswerte Niederschläge in Form von Schnee gibt.
Angetrieben vom rebellischen Geist der Jugend, erstritten sich die Pioniere des Snowboardings ihren Platz im Wintersport. Nicht wenige Gebiete verwehrten ihnen zunächst den Zugang zu den Liftanlagen, die den Skifahrern vorbehalten waren und kaum jemand brachte den Snowboardern anderes als Unverständnis und Skepsis entgegen.
Ein paar Jahre zuvor hatten die Skateboarder begonnen, die tristen Beton- und Asphaltwüsten der Städte zu erobern, sie als unbekannte Räume kreativer Entfaltung auf vier Rollen neu zu interpretieren und die urbane Architektur trotz aller Verbote einer neuen kreativen Nutzung zuzuführen.
Bei den Snowboardern fielen die Einflüsse der Skateboardszene mit ihrer Nähe zum Punk und dem „Outlaw“-Image auf fruchtbaren Boden. Die schnell wachsende Gemeinde der Snowboarder riß Mauer um Mauer des Widerstands ein. Sie eroberten die Skiorte und Pisten und brachten nicht nur neue Outfits, sondern auch neue Werte und eine völlig neue, bis dahin unbekannte Perspektive in den Wintersport: Sie sahen den Berg als gigantischen Spielplatz, auf dem man sich gemeinsam mit Freunden austoben konnte.
Die aus dem Skateboarding herrührende, manchmal aggressive Kreativität, die in den komplexen Tricks der Fahrer zum Ausdruck kam, vermischte sich mit den Einflüssen des Surfens und traf auf die Gegebenheiten sich ständig verändernder alpiner Bergwelten. Aus dieser Mischung entstand das Freestyle Snowboarding und die Wintersport-Revolution nahm ihren Lauf.
Während zu Beginn nur „Freaks“ mit einem Snowboard an den Füßen in den Wintersportgebieten auftauchten, setzte schließlich eine rasante Entwicklung ein: Snowboarden wurde durch eine immer größer werdende Zahl an Zeitschriften und Videos zum globalen Trend. Es entwickelte sich eine eigenständige Industrie, die alle benötigten Produkte auf den Markt warf und sich eine Medienlandschaft leistete, die den Informationshunger der Snowboarder bildgewaltig zu stillen vermochte. Spektakuläre Videoaufnahmen und Poster von Fahrern, die durch unberührte Tiefschneehänge schneiden oder in glitzernden Schneekristallwirbeln von Felsen springen, inspirierten Jugendliche und Junggebliebene dazu, sich ihrerseits auf die Bretter zu stellen.
Doch gerade der große Erfolg und das rasante Wachstum des Sports zwingt das Snowboarden seither in einen Spagat. Die seelenverwandten Skateboarder müssen sich nach wie vor die städtischen Terrains erobern und werden noch immer von den Nachbarn als Ruhestörer, von Polizisten als Gesetzesbrecher und von der Stadtverwaltung als Sachbeschädiger gesehen, was sie als Szene zusammenschweißt. Die Snowboarder hingegen wurden von denen, gegen die sie rebellierten, plötzlich als Wirtschaftsfaktor, Zielgruppe und potentielle Kunden entdeckt. Im Sog des Mainstreams bekam Snowboarden in der Öffentlichkeit ein junges, frisches und sportives Image, das auch für branchenfremde Hersteller reizvoll war. Snowboarden wurde zum neuen Trend des jugendlichen Breitensports und erschloß sich nicht nur den eingefleischten Individualisten, die sich mit ihrer Sportart identifizierten und ein Lebensgefühl damit verbanden, sondern wurde auch zu einer beliebten Beschäftigung der sporttreibenden Masse.
Heutzutage sind Snowboarder in allen Gesellschafts- und Altersschichten zu finden. Die Fortschritte in der Materialentwicklung, bei der Brettkonstruktion sowie bei Schuhen und Bindungen sind enorm, seit die Entwicklungsabteilungen großer Konzerne die richtigen Produkte für jedes Fahrerniveau und jeden Einsatzbereich liefern. Parallel dazu ist das Level der Profis und anderer Topfahrer gestiegen. Immer weiter, immer höher geht es und die Tricks, die die Besten mit schlafwandlerischer Sicherheit landen, sind technisch oft so anspruchsvoll, daß sie für den Gelegenheitssnowboarder scheinbar kaum noch nachvollziehbar sind.
Und doch - bei aller Entwicklung des Sports gibt es eine unerschütterliche Konstante im Freestyle Snowboarding: den Spaß mit Freunden am Berg eine Session zu fahren. Wer einmal das Stadium des Herumrutschens überwunden hat und sich an einer noch so kleinen Pistenkante wiederfindet, um dort mit anderen einen neuen Trick zu lernen, wird schnell verstehen, was mit den oft zitierten „wahren Werten“ des Snowboardens gemeint ist: Die Faszination, in der Natur Spaß, Freundschaft, Zusammenhalt und Kreativität ohne die Notwendigkeit irgendwelcher vorgegebener Strukturen er- und ausleben zu können. Das ist es, was Snowboarden ausmacht. Und dabei spielt es keine Rolle, ob man sich ganz am Anfang seiner „Trickkarriere“ befindet und mit Frontside 180º kämpft, oder bereits spektakuläre Tricks übt.
Freestyle Snowboarding erfordert die Fähigkeit, die Natur, das Gelände, den Berg mit anderen Augen sehen zu können. Bodenwellen und kleine Kanten, Schneehaufen und Mulden zu erkennen und sie entsprechend zu nutzen. Die Profis machen das im großen Maßstab, im offenen Gelände, mit Hubschraubern als Aufstiegshilfen und auf Bergen, die zuvor vielleicht noch nie jemand befahren hat. Doch auf jedem Berg, auf jedem Hügel bieten sich Möglichkeiten, die man nur erkennen (lernen) muß.
Die nötige Inspiration und das technische Rüstzeug um diese Dimension des Snowboarding zu erfahren, will dieses Buch vermitteln. Jede gute Idee läßt sich schließlich mit ein bißchen Hilfestellung schneller realisieren. Übrigens: So unmöglich es ist, einem Nicht-Snowboarder das Gefühl eines Powderturns in einem unberührten Hang bei strahlendem Sonnenschein zu beschreiben, so unmöglich ist es auch, die innere Zufriedenheit in Worte zu fassen, mit der man nach einem Snowboardtag nach Hause fährt, an dem man einen neuen Trick gelernt hat.
Tropen
160 Seiten, broschiert
ISBN: 978-3-608-50078-3

Hansi Herbig

Hansi Herbig wurde 1973 in München geboren. Gemeinsam mit Freunden baute er das Pleasure Snowboard Magazin. Seit 2002 arbeitet er als freier Fotograf ...



Unser Service für Sie

Zahlungsmethoden
PayPal (nicht Abos),
Kreditkarte,
Rechnung
weitere Infos

PayPal

Versandkostenfreie Lieferung
nach D, A, CH

in D, A, CH inkl. MwSt.
 
weitere Infos

Social Media
Besuchen Sie uns bei


www.klett-cotta.de/im-netz
Facebook Twitter YouTube
Newsletter-Abo

Klett-Cotta-Verlag

J. G. Cotta’sche Buchhandlung
Nachfolger GmbH
Rotebühlstrasse 77
70178 Stuttgart
info@klett-cotta.de