MERKUR-Artikel gratis: Hintergrund - Jean Améry - Zugang zu Marcel Proust

MERKUR-Artikel gratis: Hintergrund - Jean Améry - Zugang zu Marcel Proust

Der für Jean Améry wichtigste Romancier war erklärtermaßen nicht Marcel Proust, sondern Thomas Mann. Beiden hat er im Merkur große Essays zum jeweils 100. Geburtstag gewidmet. Zu Amérys eigenem Centenartag schalten wir dennoch Zugang zu Proust als Hintergrundtext frei. Und zwar darum, weil das Verhältnis von Améry zu Proust gerade seiner Ambivalenzen wegen ein besonderes war. Er hat Proust fast weniger für ein Gelingen geschätzt als dafür, dass er sein ästhetisches Programm in letzter Instanz nicht umsetzen konnte – und dadurch der Wirklichkeit treu blieb. Das große Unternehmen einer Wiedergewinnung der Zeit musste scheitern, worin für Améry aber ein letzter, wenn auch für den Autor selbst nicht einzugestehender Triumph der »Erkenntnis der Unerkennbarkeit« lag. Proust, so Améry in für ihn ungewohnt paradoxer Formulierung, »war zu tief vorgedrungen in die Wirklichkeit, als daß er Wirklichkeit noch hätte formen können«.

Merkur, Nr. 279, Juli 1971
Jean Améry
Zugang zu Marcel Proust
Zum 100. Geburtstag des Dichters (10. Juli 1871)

Jean Améry (1912-1978) publizierte von 1965 bis zu seinem Tod regelmäßig im Merkur.

>> Zum Artikel bei der Zeitschrift MERKUR




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