Praxisbuch Systemische Therapie

Vom Fallverständnis zum wirksamen psychotherapeutischen Handeln in klinischen Kontexten

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Systemische Therapie ist jetzt Kassenleistung – das richtige Buch zum richtigen Zeitpunkt

Was unterscheidet die Systemische Therapie von anderen anerkannten psychotherapeutischen Verfahren wie Verhaltenstherapie oder Psychoanalyse? Mit welcher Haltung, welchen Interventionen und Techniken nähert sie sich den PatientInnen? Anschaulich und mit vielen Beispielen aus der Praxis zeigt die Autorin, worauf es bei der Anwendung in klinischen Kontexten ankommt.

Mit der nun endlich auch in Deutschland vollzogenen Anerkennung der Systemischen Therapie als abrechenbares psychotherapeutisches Verfahren stellen sich in der klinischen Praxis viele Fragen:
 
- Wie gehen systemische TherapeutInnen mit der Diagnosestellung um?
- Wie lassen sich typisch systemische Herangehensweisen wie die Einbeziehung der Lebensumwelt eines Klienten oder Ziel- und Ressourcenorientierung im klinischen Kontext umsetzen?
- Wie verstehen SystemikerInnen innerpsychische Prozesse? 
 
Das Buch widmet sich diesen grundsätzlichen Fragen in anschaulicher Weise und stellt in einem zweiten Teil die wichtigsten Interventionen vor, vom »systemischen Fragen« bis hin zu narrativen, visualisierenden und hypnosystemischen Techniken. Auch hier wird das therapeutische Vorgehen anhand von Fallvignetten aus der Praxis erläutert. Die Autorin zeigt, wie Systemische Therapie wirkt und wie sie konkret angewandt wird.


Dieses Buch richtet sich an:
- Diplom-PsychologInnen
- ÄrztInnen
- PsychiaterInnen, die die Approbation zum »Systemischen Therapeuten« erwerben wollen

»Vor uns liegt ein dritter großer Wurf von Elisabeth Wagner. Nach dem viel diskutierten, innovativen Werk „Emotionsbasierte systemische Therapie“ (gemeinsam mit Ulrike Russinger, 2016) und dem fast gleichzeitig erschienenen Buch „Persönlichkeitsstörungen. Störungen systemisch behandeln“ (mit Katharina Henz und Heiko Kilian, 2016) holt das neue Buch thematisch weit aus und bietet sich an als praxisnahes Lehrbuch zur verfeinerten Ausbildung von Fallverständnis und zum Erlernen wirksamen systemischen Handelns in klinischen Kontexten an. Seit Beginn ihrer eigenen Ausbildung in systemischer Familientherapie ist die Autorin, selbst Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin, mit dem spröden Verhältnis zwischen systemischer Therapie und „Krankenbehandlung“ beschäftigt. So ist es auch ein zentrales Anliegen ihrer Lehrtätigkeit, systemische Grundbegriffe und erkenntnistheoretische Positionen in ein für medizinische Kontexte und deren Handlungsbedarf kompatibles Gewand zu kleiden.
Anlass und Auftrag zu diesem Buch ist eine berufspolitische Veränderung: Während sich systemische Konzepte im Kontext von Psychotherapie, Beratung, Sozialpädagogik, Coaching und Organisationsentwicklung im deutschsprachigen Raum seit den 90er Jahren anhaltend hoher Beliebtheit erfreuen, nimmt systemisches Denken und Handeln im Rahmen der stationären wie ambulanten Psychiatrie nach wie vor weit weniger Raum ein. Nach langwierigen Auseinandersetzungen wurde 2018 nun auch in Deutschland die Systemische Therapie sozialrechtlich anerkannt und damit ein über Krankenkassen abrechenbares Verfahren. Damit ist zu erwarten und zu hoffen, dass sich vermehrt ÄrztInnen, PsychiaterInnen und im klinischen Bereich arbeitende PsychologInnen für systemische Therapie interessieren werden - die zentrale Zielgruppe dieses Buches.
In guter systemischer Manier werden zunächst Fragen an den Leser/die Leserin formuliert: Wie lässt sich Psychotherapie erlernen und was ist dabei mitzubringen? Ist Psychotherapie eine Krankenbehandlung (Antwort: nein), was sind die wichtigsten Wirkfaktoren und wie wirken sich Unterschiede in den Grundannahmen der verschiedenen Therapieschulen theoretisch und praktisch aus? Wie kann man sich „das Mentale“ vorstellen, was macht systemische Therapie aus und welche Ideen stellt sie zum Verständnis der Entstehung psychischer Störungen bereit? Mit der Beantwortung dieser Fragen in den ersten acht Kapiteln, die etwa ein Drittel des Buches ausmachen, bietet die Autorin einen guten Überblick über Grundideen systemischen Herangehens und streicht Leitdifferenzen heraus, die im klinisch-psychiatrischen Alltag der stationären Psychiatrie eine Rolle spielen: krank/gesund, gefährlich/ungefährlich, nützlich/nicht nützlich, wissen/noch nicht wissen.
Auf diesem Fundament, das aus einem geeigneten Mischverhältnis von erkenntniskritischer Grundhaltung, Veränderungsoptimismus, Selbstorganisation, Skepsis gegenüber kausalen Erklärungen und Freude an vielfältigen Perspektiven aufgebaut ist, wird in den folgenden Kapiteln die ganze Bandbreite systemischer Interventionen im Kontext der Behandlung psychiatrischer Störungen entfaltet.
Zunächst geht es im Erstgespräch um die jeweils fallbezogen zu treffende Entscheidung, inwieweit etwa eine Fachärztin für Psychiatrie ärztliches oder psychotherapeutisches Handeln realisiert, ob sie sich für lebensgeschichtliche Zusammenhänge, Ressourcen und Lösungsvorstellungen der betroffenen Person interessiert oder aber eine exakte psychiatrische Diagnostik für notwendig erachtet um daraus die optimale Medikation ableiten zu können. „Es geht nicht um ein ‚Entweder – oder‘, sondern um ein ‚Sowohl – als-auch‘. Es geht um Expertenwissen UND Auftragsorientierung, es geht um die Exploration von relevanten Problemzusammenhängen und um die Verwirklichung einer Ziel- und Ressourcenperspektive“ (S. 114).
An Hand von fünf anschaulichen Fallvignetten aus ihrer eigenen Praxis erläutert die Autorin Möglichkeiten der Prozesssteuerung zwischen ärztlicher und therapeutischer Identität. Diese Überlegungen sind auch für nicht-ärztliche PsychotherapeutInnen
relevant, weil sie bei der Einschätzung, wann und in welcher Form mit
PsychiaterInnen kooperiert werden muss, helfen.
Die folgenden Kapitel sind der Darstellung systemischer Haltungen, Methoden und Interventionen und ihrer Realisierung im klinischen Kontext gewidmet. Wie zeigt sich eine ressourcenorientierte Haltung gegenüber stationär aufgenommenen psychiatrischen Patientinnen und Patienten, wie im Stationsalltag und im Umgang der verschiedenen Berufsgruppen untereinander, wie in der Supervision und teaminternen Fallbesprechungen?
Der ausführlichen Beschreibung verschiedener Fragetechniken folgen eine Kurzeinführung in visualisierende Verfahren sowie Anregungen zur Verschreibung von Aufgaben und Ritualen. Neben Interventionen aus dem lösungsorientieren Therapieverständnis werden auch narrative Techniken wie Externalisieren und Re-Authoring erläutert und durch Fallvignetten verständlich gemacht. Der Einsatz von Schrift in Form von selbstverfassten Briefen (beispielsweise ein Abschiedsbrief an die Sucht) wird vor allem für den Abschluss therapeutischer Prozesse empfohlen.
Weiter spannt sich der Bogen der Interventionsformen über die Teilearbeit hin zu hypnosystemischen Haltungen und Techniken im Sinn Gunther Schmidts, die über gezielte Imaginationen und die Nutzung von Trancephänomenen Zugang zur Organisation der „Innenwelt“ lebender Systeme ermöglichen und fördern. Der immer wieder kritisierten fehlenden Berücksichtigung affektiver Prozesse und verinnerlichter Beziehungs- und Bindungsmuster trägt der Abschnitt über emotionsbasierte systemische Interventionen Rechnung und vertieft so das Verständnis für Prozesse der Emotionsverarbeitung vertieft und zeigt Wege auf, um die Affektwahrnehmung zu fördern.
Die abschließenden Kapitel über Fallverständnis, Prozesssteuerung und die Gestaltung der therapeutischen Beziehung fassen nochmals zusammen, worum es der Autorin in diesem Buch geht: „Systemischen ‚Laien‘ soll damit ein erstes Verständnis Systemischer Therapie vermittelt werden, bei ‚systemisch Fortgeschrittenen‘ soll die Fähigkeit gefördert werden, auf der Basis eines angemessenen Fall- und Wirkverständnisses therapeutische Prozesse verantwortungsvoll zu steuern“ (S. 307).
Anspruch eingelöst, Ziel erreicht? Ja, durchaus. Aus der Fülle ausgezeichneter Lehr- und Handbücher über Theorie und Praxis systemischer Therapie, die in den letzten 30 Jahren erschienen sind, hebt sich Elisabeth Wagners Praxisbuch in mehreren Aspekten ab. Es bietet eine fundierte und differenzierte Auseinandersetzung mit klinischen Denk- und Handlungsweisen und reflektiert gängige psychiatrische  wie systemische Zugänge zu Diagnosen und deren Stellenwert in verschiedenen klinisch-psychiatrischen Behandlungskontexten. Sorgfältig auf die Zielgruppe abgestimmte, spannende Fallbeispiele bilden eine gangbare Brücke zwischen den dargestellten erkenntnistheoretischen Grundlagen systemischen Denkens und dem daraus ableitbaren Handwerkszeug. Verbindender Brückenpfeiler ist dabei der Begriff „Fallverständnis“. Nicht zuletzt durch seine klare Sprache, übersichtliche Gliederung und inhaltliche Tiefe ist dieses Buch jedenfalls wärmstens zu empfehlen.«
Andrea Brandl-Nebehay, Systeme Zeitschrift, Juni 2020

Klett-Cotta Leben lernen Leben Lernen 313
E-Book basiert auf der aktuellen Auflage der Print-Ausgabe zur Zeit des E-Book-Kaufs der Print-Ausgabe, 320 Seiten in der Print-Ausgabe,
ISBN-epub: 978-3-608-11610-6 ISBN-pdf: 978-3-608-20452-0
autor_portrait

Elisabeth Wagner

Elisabeth Wagner, Dr. med., Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin, Psychotherapeutin (Systemische Familientherapie); ...

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