Trauma & Gewalt

Trauma & Gewalt

Forschung und Praxisfelder

Trauma & Gewalt ist die führende Zeitschrift für Psychotraumatologie im deutschsprachigen Raum und verbindet die klinische Sicht mit gesellschaftlichen Perspektiven.
Organ der DeGPT www.degpt.de und der GPTG www.gptg.eu  

Über die Zeitschrift Trauma & Gewalt

Im Umfeld psychischer Traumatisierung werden Zusammenhänge zerrissen. Das betrifft Zusammenhänge im Erleben der betroffenen Personen, Erinnerungsfetzen geistern durch die Seele des Opfers, sind nicht raum-zeitlich verortet und drängen sich immer und überall auf. Es betrifft auch Lebenszusammenhänge des Opfers: Die berufliche Tätigkeit ist häufig gefährdet oder geht verloren, das gleiche gilt für Partnerschaften, die Beziehungen zu anderen Menschen sind nicht mehr so wie früher, und Opfer von Gewalt erleben sich häufig aus dem Gesamt ihrer bisherigen Bezüge zu sich, zu anderen Menschen und zur »Welt« als herausgefallen, als nicht mehr zugehörig.

Eine vergleichbare Unterbrechung von Zusammenhängen ist aber auch in der Beschäftigung mit dem Opfer zu erkennen. Das betrifft zum einen dessen Versorgung: Welche therapeutische Disziplin ist zuständig, welcher Kostenträger, welche Hilfseinrichtung? Zum andern betrifft es aber auch den wissenschaftlichen Diskurs. Ein Gewaltopfer wird zum Patienten oder Klienten und wird zum »Gegenstand« der Heilberufe. Das, was zu seiner Not führte, die Gewalt, wird in diesem Rahmen nicht mehr Gegenstand wissenschaftlicher Reflexion.

Eine solche Dissoziation, ein solches Auseinanderreißen von Ereignis und Ereignisfolge, macht diese Zeitschrift nicht mit. Diese Schein-Alternative von Innen und Außen, von Subjektivem und Objektivem, verkennt, dass es sich bei dieser Alternative um einen in die Welt hineingetragenen Dualismus handelt, der bei genauer, sorgfältiger Betrachtung und Beschreibung in sich zusammenfällt. So trägt diese Zeitschrift ihr Programm im Titel: Gewalt verursacht Wunden, die ihrerseits wieder Ursache von Gewalt sein können. Auf diesem Hintergrund verstehen wir Psychotraumatologie als klinisches Anwendungsfeld der über greifenden Thematik von Gewalt und Gewaltbereitschaft und ihrer Folgen und Bedingungen, wobei »Gewalt« in der Natur ebenso zu finden ist (als »Naturgewalt«) wie im sozialen und psychischen Raum. Die so verstandene »Gewalt« ist aber wiederum nur als interdisziplinäres Gegenstandsfeld einigermaßen angemessen begrifflich zu fassen und forschungsmäßig zugänglich zu ma chen.

In dieser Zeitschrift versammeln wir also Beiträge zur Psychotraumatologie und zur Gewaltforschung. Das können empirische Arbeiten sein, es kann sich aber auch um theoretische Arbeiten handeln, in denen versucht wird, dieses komplexe Feld gedanklich zu ordnen.

Theorie erwächst aus der Praxis. Deshalb veröffentlicht diese Zeitschrift auch »Beiträge aus der Praxis«, die mehr oder weniger theoretisch unterfüttert sein können. Wir sind der Überzeugung, dass jeder, der in diesem Feld arbeitet, über unschätzbare Erfahrungen verfügt, die seinen Patientinnen und Patienten zugute kommen, die aber auch für die Kollegin, den Kollegen von Interesse sein werden, zum Nutzen weiterer Betroffener.

Und schließlich stellen die Gebiete der Psychotraumatologie und der Gewaltforschung eine »Szene« dar, mit Fachgesellschaften, Tagungen, Netzwerken und anderen vielfältigen Beziehungsgeflechten. Auch darüber wird die Zeitschrift informieren, in einem Teil, den wir »Forum« genannt haben.


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