PSYCHE

Heft 05 / Mai 2021

Trans- und Intersexualität

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Im  Mai-Heft  der  PSYCHE 
erläutert  Susann  Heenen-Wolff  aus  einer  laplanchianischen  Perspektive,  warum  Transsexualität  bzw.  Transidentität  keinesfalls,  wie  lange  Zeit  auch  in  der  Psychoanalyse  üblich,  als  Ausdruck  einer  Persönlichkeitsstörung  aufgefasst  werden  muss;  leitend  ist  für  sie  dabei  die  Hypothese,  dass  der  »sekundären«  Identifikation  mit  dem eigenen anatomischen Geschlecht eine »primäre« Konstruktion des Ichs  im  Sinne  der  Herausbildung  eines  (imaginären)  Kern-Ichs  vorausgeht.

Für Katinka Schweizer ist die Geschlechtsidentität Ausgangspunkt für einen psychoanalytischen Zugang zum Thema Intersex/Varianten der Geschlechtsentwicklung  (VdG),  gerade  auch  in  Abgrenzung  zu  dem  der  Transidentität;  sie  deutet  rechtliche  und  medizinische  Fortschritte  im  Umgang mit Intersex/VdG nach Axel Honneth als Anerkennungsprozesse, die  ähnlich  wie  der  psychoanalytische  Prozess  auch  mit  unbewussten  Widerständen kämpfen.

Ob per Telefon oder Videokonferenz, die Corona-Pandemie  verstärkt  den  Trend  zur  Fernanalyse,  deren  Potential  und  Gefahren  Stefanie  Sedlacek  in  ihrem  Werkstattbeitrag  auslotet;  durch  die  Verschränkung von analytischem Setting und Intermedialität entsteht ihres Erachtens eine doppelt virtuelle Beziehung, die zu einer Idealisierung des analytischen Paares führen kann.


PSYCHE Jahrgang 75, Heft 05, Mai 2021
broschiert
ISSN: 0033-2623

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